Gehalt von Handwerkern im Vergleich

Anna Schwirten 04.06.2021

In Deutschland gibt es zahlreiche Handwerksberufe. Ebenso vielfältig wie das Handwerk sind auch die Gehalts-Möglichkeiten. In diesem Artikel erfahren Sie, in welchen Handwerksberufen das durchschnittliche Gehalt am höchsten bzw. am niedrigsten ist. Außerdem finden Sie Informationen über qualifikationsbedingte sowie regionale Gehalts-Unterschiede im Handwerk.

Bild: Gehalt im Handwerk
Die Gehälter im Handwerk unterscheiden sich teilweise sehr stark | © Svitlana Hulko / shutterstock.com

Inhalt

Das Handwerk ist vielseitig

Mit seinen über 130 anerkannten Berufen gehört das Handwerk in Deutschland zu den größten und vielfältigsten Branchen. Innerhalb des Handwerks existieren zahlreiche verschiedene Bereiche. Die Gehalts-Unterschiede zwischen den verschiedenen Handwerksberufen und Regionen sind teilweise sehr groß.

Je nachdem, in welchem Gewerk gearbeitet wird, wie groß der Betrieb ist und welche Qualifikation vorliegt, liegt das durchschnittliche Brutto-Gehalt von Handwerkern zwischen 34.000 Euro und 43.000 Euro im Jahr bzw. zwischen 2.830 Euro und 3.580 Euro im Monat. Es gibt natürlich auch Berufe im Handwerk, die über oder unter dem Durchschnitt liegen. Die einzelnen Bereiche und wie sie bezahlt werden schauen wir uns im nächsten Abschnitt an.

Bild: Gehalt im Handwerk
Holzverarbeitende Gewerke stehen eher am unteren Ende der Gehalts-Skala © Austin Ramsey / unsplash.com CC0

Verteilung in den einzelnen Handwerksberufen

Das Gehalt im Handwerk variiert je nachdem, welche Berufe gerade in Wirtschaft und Industrie gefragt sind und wie die Marktsituation aussieht. Aktuell werden besonders technische Handwerksberufe benötigt. Klassische Handwerker wie Maler, Tischler oder Metallbauer liegen momentan am unteren Ende der Gehaltsspanne. Sie verdienen in der Regel unter 35.000 Euro Brutto im Jahr.

In der Mitte liegen Handwerksberufe wie Schweißer, Schlosser oder Maurer. Mechatroniker und Elektroniker liegen dagegen mit über 45.000 Euro Brutto im Jahr ganz vorne im Gehalts-Vergleich. Hier spiegelt sich unter anderem die wachsende Bedeutung von E-Mobilität wieder. Der Übersicht halber können wir an dieser Stelle nicht alle 130 Handwerksberufe auflisten. Es zeigt sich aber deutlich, dass das Gehalt in der Elektrobranche und den technischen Handwerksberufen zurzeit am besten ausfällt. Dazu gehören z.B. auch Fernmeldemonteure, Werkzeugmacher, sowie Flach- und Tiefdrucker.

HandwerksberufDurchschnittliches Bruttojahresgehalt
Mechatroniker45.900 Euro
Elektroniker45.100 Euro
Werkzeugmechaniker44.500 Euro
Maschinenschlosser43.600 Euro
Maurer43.100 Euro
Anlagenmechaniker42.100 Euro
Heizungsinstallateur40.000 Euro
Schweißer39.800 Euro
Schlosser36.300 Euro
Dachdecker33.500 Euro
Tischler33.100 Euro
Metallbauer33.000 Euro
Maler32.500 Euro
Fliesenleger32.000 Euro

Quelle: Stepstone

Berufserfahrung und Qualifikation

Selbstverständlich machen auch Qualifikation und Berufserfahrung einen Unterschied beim Thema Gehalt. Eben haben wir das durchschnittliche Gehalt von Gesellen in den verschiedenen Handwerksberufen gesehen. In der Regel steigt mit der Berufserfahrung sukzessive das Gehalt. Auch mit einem Meistertitel steigt der Lohn. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Gewerken auch hier wieder relativ groß.

Nicht in allen Handwerkszweigen lohnt sich der Meistertitel. Häufig haben Meister im Handwerk zwar theoretisch Anspruch auf ein höheres Gehalt, in der Praxis können die Betriebe dieses aber nicht zahlen. Man kann sich natürlich als Meister auch selbstständig machen. In manchen Gewerken ist der Meistertitel sogar Voraussetzung für eine Selbstständigkeit. Aber auch dann ist ein Meister-Gehalt nicht zwangsläufig drin, schließlich müssen Mitarbeiter, Steuern und weitere Fixkosten auch erst einmal bezahlt werden.

Es ist an dieser Stell schwer, pauschale Angaben darüber zu machen, in welchem Handwerk sich der Meistertitel lohnt und bei welchem Gehalt die Meister in den verschiedenen Berufen liegen. Grob zusammengefasst, lässt sich sagen, dass die Gewerke, die als Gesellen am oberen Ende der Gehalts-Skala liegen, sich auch als Meister weiter oben unter den Gehältern befinden. So können Elektroniker, Mechatroniker und die meisten Monteure mit Meistertitel ein jährliches Brutto-Gehalt von über 45.000 Euro erreichen.

Bild: Gehalt im Handwerk
Der Meistertitel lohnt sich nicht in allen Gewerken © image4you/ pixabay.com CC0

Gehalt von Auszubildenden

Das Gehalt während der Ausbildung ist geringer als das Gehalt nach Abschluss der Lehre. Das ist aber nicht nur im Handwerk so, sondern generell in allen Branchen. Interessanterweise gibt es im Handwerk ein paar Berufe, die nach Abschluss der Ausbildung eher am unteren Ende der Gehaltsskala liegen, während der Lehre aber genau umgekehrt.

So gehören etwa Dachdecker-Azubis zu den mit am besten Verdienenden, obwohl Dachdecker, wenn sie ausgelernt sind, vergleichsweise eher wenig Gehalt erhalten. Ähnlich sieht es bei Elektronikern aus. Während der Ausbildung liegt ihr Gehalt im mittleren Durchschnitt, als Gesellen gehören sie aber zu den Handwerkern mit dem höchsten Gehalt. Maler und Tischler hingegen verdienen sowohl während als auch nach der Ausbildung relativ wenig.

AusbildungsberufMonatl. Bruttolohn 1.AusbildungsjahrMonatl. Bruttolohn 2.AusbildungsjahrMonatl. Bruttolohn 3.Ausbildungsjahr
Maurer843 Euro1.183 Euro1.454 Euro
Dachdecker760 Euro910 Euro1.160 Euro
Elektroniker725 Euro779 Euro843 Euro
Metallbauer689 Euro758 Euro835 Euro
Maler652 Euro717 Euro882 Euro
Tischler636 Euro695 Euro771 Euro

Quelle: Statista

Regionale Unterschiede

Leider werden Handwerker in den verschiedenen Regionen Deutschlands immer noch sehr unterschiedlich bezahlt. Insbesondere der Unterschied zwischen dem Westen und dem Osten der Bundesrepublik fällt besonders groß aus. Teilweise erhalten Handwerker in den östlichen Bundesländern für dieselbe Tätigkeit und mit derselben Qualifikation bis zu 15.000 Euro weniger.

Außerdem zeigt sich ein Gefälle zwischen dem Süden und dem Rest von Deutschland. In den südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg, sowie in Hessen, erhalten Handwerker laut Statistiken der Agentur für Arbeit das meiste Gehalt. Höhere Lebenshaltungskosten führen in den eben genannten Bundesländern aber auch dazu, dass trotz des besseren Gehalts nach Abzug der Fixkosten nicht mehr Geld zur freien Verfügung übrig bleibt als im Rest von Deutschland.

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