Mit erfolgreichem Abschluss der Gesellenprüfung erhält man automatisch die Berechtigung eine Meisterschule zu besuchen. Der Erwerb des Meistertitels ist jedoch mit Kosten verbunden. Diese variieren je nach Berufszweig und zuständiger Handwerkskammer stark.
Im Schnitt zahlt man für die Meisterausbildung 4.000 bis 9.000 Euro. Dazu kommen noch Kosten für die jeweiligen Prüfungen. Die Ausbildung findet in einer von mehr als 3.000 Meisterschulen in Deutschland statt. Geprüft wird man in den Bereichen praktisches Arbeiten, Fachtheorie, Betriebswirtschaft, Recht und Berufspädagogik. Insgesamt zahlt man nur für die Prüfungen im Durchschnitt 850 Euro.
Mit die höchsten Kosten für den Meistertitel im Handwerk haben Bäcker*innen. Im Durchschnitt zahlt man insgesamt 10.500 Euro für den Meister und auch bis zum Meisterbrief in der Elektrotechnik zahlt man in der Regel um die 12.000 Euro. Im Friseurhandwerk zahlt man durchschnittlich 5.800 Euro und im Zimmererhandwerk zahlt man sogar fast 13.000 Euro für den Meistertitel.
Die Kosten für den Meistertitel hängen von vielen Faktoren ab und die genannten Preise variieren stark. Sie sind abhängig vom Bundesland, in dem die Meisterschule besucht wird, dem Gewerk, der Dauer der Ausbildung und der jeweiligen Meisterschule. Die Ausbildung kann in Teilzeit und in Vollzeit absolviert werden.
Förderung für die Meisterausbildung
Generell gibt es verschiedene Institute, die eine Förderung für die Meisterausbildung anbieten. Am bekanntesten ist das frühere Meister-BAFöG. Inzwischen heißt diese finanzielle Unterstützung Aufstiegs-BAFöG und die Bedingungen sind unverändert: Die Förderung erfolgt unabhängig von Alter, Einkommen und Vermögen und 50 Prozent der Förderung sind ein zinsloses Darlehen.
Zusätzlich gibt es in den meisten Bundesländern einen Meisterbonus oder eine Meisterprämie. Diese Förderung liegt je nach Bundesland bei 1.000 bis 4.000 Euro. Für die Gründung eines Handwerksbetriebes kann man zudem in vielen Bundesländern auch eine Meistergründungsprämie beantragen. In Niedersachsen gibt es zum Beispiel die Gründungsprämie. Diese Förderung über 10.000 Euro können Existenzgründer*innen und Nachfolger*innen bei der NBank beantragen.