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ZENTRALVERBANDSCHEF FORDERT AUFHEBUNG DES SONNTAGSBACKVERBOTS

Bäcker sollen sonntags backen dürfen

Sarah Liebigt  | 07.01.2026  |  Lesezeit: Minuten

Mehr Flexibilität statt veralteter Regeln: Das deutsche Bäckerhandwerk fordert Nachbesserungen beim Arbeitszeitgesetz und kritisiert fehlende Fortschritte der Politik. Konkret geht es um das seit Langem angekündigte Ende des „Sonntagsbackverbots“ – ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, das aus Sicht des Handwerks bislang nicht eingelöst wurde.

Bild: Nachrichten aus dem Bäckerhandwerk
Bis Anfang 2026 nichts passiert: Der Zentralverband des Deutschen Handwerks wirft der Bundesregierung Reformstillstand im Bäckerhandwerk vor und erinnert an den Koalitionsvertrag.

Handwerkspräsident Dittrich: „Lasst die Bäcker doch einfach machen“

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, wirft der Bundesregierung Reformstillstand vor. Obwohl vereinbart wurde, das Bäckerhandwerk im Arbeitszeitgesetz stärker zu berücksichtigen, dürfen Betriebe an Sonn- und Feiertagen weiterhin nur drei Stunden backen und liefern. Gleichzeitig könnten Tankstellen und Backstationen Brötchen problemlos aufwärmen – ein klarer Wettbewerbsnachteil für handwerkliche Bäckereien, so Dittrich.

Im Koalitionsvertrag sei vorgesehen, den Ausnahmekatalog für Sonntagsarbeit zu erweitern, damit Bäckereien flexibler produzieren können, sagt Dittrich der Deutschen Presse-Agentur, – selbstverständlich unter Einhaltung hoher Arbeitsschutzstandards. Doch umgesetzt wurde bislang nichts. Dabei gebe es laut Dittrich Mitarbeitende, die sonntags gern arbeiteten, etwa wegen möglicher Zuschläge. „Mir kann keiner erzählen, dass das Abendland untergeht, wenn wir dieses Verbot abschaffen“, betont er. Der Appell des Handwerks: mehr Vertrauen, mehr unternehmerische Freiheit und faire Bedingungen für lokale Bäcker.

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