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MEHR UMSATZ, MEHR AZUBIS, MEHR BETRIEBE

GaLaBau-Branche blüht wieder auf

Frank Weber  | 04.03.2026  |  Lesezeit: Minuten

Die Branche auf Wachstumskurs: 2025 fällt die Bilanz der Garten- und Landschaftsbauer gegenüber 2024 in fast allen Punkten positiv aus. Das geht aus einer Statistik des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) hervor. Sowohl Umsätze als auch die Anzahl der Betriebe, Beschäftigten und Azubis waren teils deutlich höher als im Jahr zuvor. Ein kleiner Dämpfer: Auch die absolute Zahl der Insolvenzen lag etwas über dem Vorjahresniveau.

Bild: Galabau Profis
GaLaBau-Profis haben Grund zur Freude: Der Branche ging es 2025 besser als im Jahr davor.

Umsatz knackt 11-Milliarden-Euro-Marke

Nach den Daten des Bundesverbands1 hat die GaLaBau-Branche im Jahr 2025 einen Nominal-Umsatz von 11,11 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz (10,65 Milliarden Euro). Allerdings handelt es sich dabei um nominale, also nicht preisbereinigte, Zahlen. Das heißt: Angesichts gestiegener Preise kann der Umsatz nominal auch wachsen, obwohl real kaum mehr verkauft oder geleistet wurde.

Noch nie mehr GaLaBau-Betriebe als 2025

Klarer einzuordnen ist hingegen die Anzahl der Handwerksbetriebe im Garten- und Landschaftsbau. Mit insgesamt 19.898 Betrieben gab es 2025 in Deutschland so viele GaLaBau-Unternehmen wie noch nie. Schon zuvor waren seit 2012 jedes Jahr sukzessive neue Firmen dazugekommen – im Schnitt knapp 300. Damals waren es gerade einmal 16.267 Betriebe. Gleichzeitig lagen die Insolvenzen 2025 mit 133 Fällen etwas über dem Vorjahresniveau (2024: 101).

Interessant der Blick auf die Größenklassen der Betriebe: Die überwiegende Mehrheit der aktiven 19.898 GaLaBau-Betriebe liegt mit einem Anteil von 73,18 Prozent in der Größenklasse bis 5 Mitarbeiter*innen. Ihr folgen mit 14,73 Prozent Betriebe mit 6 bis 10 Arbeitskräften und mit 8,07 Prozent Unternehmen mit 11 bis 20 Angestellten.

Rekordzahlen auch bei Beschäftigten und Azubis

Einen Rekord gibt es auch bei der Anzahl der Beschäftigten im Garten- und Landschaftsbau. So waren in 2025 insgesamt 131.746 Menschen in der Branche tätig, 580 mehr als im Jahr 2024. Zum Vergleich: 2012 waren es nur knapp über 100.000 Beschäftigte. Mit 8.089 lag die Zahl der Auszubildenden 2025 ebenfalls auf einem Allzeit-Hoch (2024: 8.004, 2012: 6.736).

Privatgärten bleiben häufigstes Auftragssegment

Aus der detaillierten Branchenstatstik des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) gehen noch einige weitere spannende Daten hervor, darunter die Verteilung der Aufträge. Mit einem Umsatzanteil von 56,87 Prozent ist das größte Segment der Privatbereich. Öffentliche Aufträge machen mit 21,23 Prozent den zweitgrößten Anteil aus. Es folgen die Bereiche Wohnungsbau (8,92 Prozent) und Industrie (6,07 Prozent).

Verband fordert politische Unterstützung

Thomas Banzhaf, Präsident des BGL, begrüßt die insgesamt positive Entwicklung der GaLaBau-Branche. Gleichzeitig macht er deutlich, dass es Unterstützung braucht, damit dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden kann. „Wir sind wirtschaftlich stabil, ausbildungsstark und systemrelevant für den Bau und die Pflege klimaangepasster, lebenswerter Städte. Damit die Branche dieses Potenzial weiter entfalten kann, braucht sie klare politische Unterstützung.“

Seine konkrete Forderung an die Bundesregierung: „Stärken Sie unsere Branche: Schaffen Sie endlich die ungerechte Maut auf leichte Lkw ab, und erleichtern Sie uns den Zugang zu Arbeits- und Fachkräften – auch aus anderen Ländern!“

Quellen und Detailinformationen:

1Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. / GaLaBau-Service GmbH (2026): Branchendaten für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau - GaLaBau Statistik 2025, https://www.galabau.de/2025-galabau-statsitsik-extern.pdfx (PDF-Datei)

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