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FLIESEN BOHLKEN FEIERT JUBILÄUM

50 Jahre Bestehen: Fliesenlegermeister Stefan Bohlken im Handwerker-Interview

Fliesenlegermeister Stefan Bohlken zeigt, dass traditionelles Handwerk und moderne Digitalisierung perfekt zusammenpassen. In unserem Interview sprechen wir über 50 Jahre Firmengeschichte, spannende Projekte und die Kunst, individuelle Bäder zu gestalten. Ein Gespräch über Handwerksleidenschaft, Betriebstransformation und die Frage, wie Digitalisierung das Handwerk erleichtert.

Bild: Fliesen Bohlken
Im Jahr 1991 hat Stefan Bohlken seine Ausbilung zum Fliesenleger mit diesem Gesellenstück abgeschlossen.

Fliesen Bohlken: Familienbetrieb mit Geschichte
 

Lea: Hallo Stefan! Für alle, die dich noch nicht kennen: Stell dich und deinen Betrieb bitte einmal vor.
Stefan: Ich bin Stefan Bohlken, Fliesenlegermeister und Geschäftsführer von Fliesen Bohlken in Oldenburg. Der Betrieb wurde im Jahr 1976 von meinem Vater gegründet und ich habe ihn 2005 übernommen. Wir sind ein eingespielter Vier-Personen-Betrieb mit familiärem Backoffice und aktuell auch zwei Auszubildenden. Wir gestalten in erster Linie Bäder und Böden mit Fliesen und beraten unsere Kunden auch gerne zu Badezimmermöbeln und Lichtkonzepten.

Lea: Welche Projekte machen dir am meisten Spaß?
Stefan: Ganz klar: Badezimmer von A bis Z zu planen und umzusetzen. Von der Grundrissoptimierung über die Lichtquellen bis hin zur finalen Gestaltung kann ich alles mitdenken – das ist großartig. Wir nutzen ganz unterschiedliche Fliesen, Formate, Oberflächen und Dekore, um Räume individuell zu gestalten.

Lea: Was sind die besonders kniffligen Aufgaben beim Fliesenlegen?
Stefan: Glasmosaik – das ist die Champions League! Da muss die Vorbereitung millimetergenau stimmen, sonst sieht das Ergebnis am Ende einfach schlecht aus. Entsprechende Wände müssen komplett glatt sein – wie eine nagelneue Spanplatte – sonst kann man das Glasmosaik nicht ordentlich anbringen. Diese Präzision kostet Zeit und Nerven.

Bild: Stefan Bohlken, Fliesenlegermeister und Geschäftsführer bei Fliesen Bohlken

Mir macht es einfach Spaß, Menschen individuelle Bäderträume zu erfüllen!

Stefan Bohlken

Fliesenlegermeister und Geschäftsführer bei Fliesen Bohlken

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Lea: Wie verläuft die Koordination verschiedener Gewerke beim Badbau?
Stefan: Das ist die größte Herausforderung. Elektriker, Installateure, Estrichleger, Maler – alle arbeiten im Badezimmer auf engstem Raum. Wenn ein Gewerk aus dem Takt gerät und seine Arbeiten nicht pünktlich beendet, kann es sein, dass sich der gesamte Zeitplan verschiebt. Das ist für Kunden natürlich blöd, sodass hier perfekte Planung gefragt ist, um Verzögerungen zu vermeiden.

Ihr bildet auch aus – wie ist die Nachfrage auf Ausbildungsplätze bei euch?
Stefan: Die ist zum Glück sehr hoch. Wir können unsere Ausbildungsplätze immer besetzen und begrüßen auch mehrmals pro Jahr Praktikanten im Betrieb. Unsere Sichtbarkeit auf Social Media sorgt dafür, dass wir wirklich viele Bewerbungen von jungen Menschen bekommen. Das ist wirklich ein tolles Feedback!

Lea: Du hast eine sehr humorvolle Webpräsenz. Stichwort „Bitte nicht“-Bilder auf deiner Website und die „Ecke der Woche“ auf Instagram. Wie kam es dazu?
Stefan: Ich hatte eine Sammlung skurriler Baustellenfotos und mein Webdesigner meinte, ich solle eine Kategorie daraus machen. Daraus wurde dann ein Fotobereich auf meiner Website und mit der „Ecke der Woche“ ein eigener Account auf Instagram. Mitlerweile schauen sich über 1000 Follower mit mir gemeinsam fragwürdige Fliesenarbeiten zur Unterhaltung an.

Lea: Hast du eine Lieblingsfliese?
Stefan: Es gibt aktuell so viele schöne Fliesen wie noch nie – für mein eigenes Bad könnte ich mich kaum entscheiden. Aber wenn ich eine Fliese nennen müsste, wäre es die „Marazzi Lume“. Ein bisschen Retro, aber total im Trend.

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat Stefan Bohlken zum Meister des Monats gekürt.

Digitalisierung des Betriebs: Handwerkersoftware und Automationen
 

Lea: Du hast früh mit der Digitalisierung des Betriebs begonnen – wie hat sich das entwickelt?
Stefan: Zunächst haben wir mit Insellösungen gearbeitet, also Softwares mit denen wir einzelne Aufgaben wie Zeiterfassung oder Baudoku digital erledigen konnten. Das hatte aber zur Folge, dass unsere Projektdaten in verschiedenen Softwares, Apps und Dateiordnern verteilt lagen. Irgendwann ist daraus ein pures Datenchaos entstanden. Ich habe mich dann nach einer Lösung umgesehen, die möglichst viel vereint – und bin bei HERO gelandet.

Lea: Welche Funktionen gefallen dir am besten?
Stefan: Für mich sind die Projektpipeline und Terminplanung, bzw. der Baustellenplaner die wichtigsten Werkzeuge in der Software. Ich sehe sofort, wo Angebote, Rechnungen oder To‑dos offen sind und behalte jeden Auftrag im Blick. Damit bleibt der ganze Betrieb strukturiert – ohne schnöden Wandkalender.

Lea: Wer arbeitet in deinem Betrieb alles mit HERO?
Stefan: Bei uns arbeiten alle digital. Auch unsere Praktikanten bekommen dirket einen Zugang und können sofort mit HERO Software starten. Unsere Projektdokumente, die Baustellendokus, Fotos und Kundeninfos verwalten wir zentral in der Cloud, sodass alle Teammitglieder darauf zugreifen können. Dadurch sparen wir uns unglaublich viel Abstimmungszeit und vermeiden Kommunikationsprobleme.

Lea: Was hat euch vor dem Wechsel zur Handwerkersoftware viel Zeit gekostet? Wo gab es Herausforderungen bei der täglichen Arbeit?
Stefan: Am kompliziertesten waren Vorbereitungen und Abstimmungen vor meinem Urlaub. Bevor ich für eine kurze Zeit nicht im Betrieb war, habe ich tagelang Mappen mit ausgedruckten Auftragsdokumenten, Baustellenfotos, Kontaktdaten erstellt. Das hat unglaublich viel Zeit gekostet und ist heute deutlich einfacher! Mittlerweile verwalten wir alle Projekte digital und auch, wenn ich mal im Urlaub bin, kann ich flexibel auf HERO zugreifen und meinem Team und meinen Kunden Fragen beantworten.

Lea: Du nutzt auch Software-Automationen in HERO. Wie wirken die sich auf deinen Alltag aus?
Stefan: Wir nutzen aktuell das automatisierte Leadformular, Begrüßungsmails und Dokumenten-Sharing mit unseren Kunden – diese Automationen laufen bei uns auf Vollgas! Das Leadformular ist auf meiner Website eingebettet und Kunden können ihre Anfragen komplett selbstständig einreichen. Sie beschreiben einfach ihr Anliegen, lassen ihre Kontaktdaten da und bekommen im Anschluss automatisch eine Begrüßungsmail. Die Kundenanfrage wird mir umgehend in HERO als Projekt angezeigt und ich kann mit wenigen Klicks auf die Anfrage reagieren. Das spart mir jede Menge Zeit und erleichtert den Erstkontakt mit potenziellen Kunden.

Lea: Gab es Herausforderungen bei der Einführung der Automationen?
Stefan: Wir mussten die Logiken der Automationen erst einmal verstehen – aber das ist klar. Im Grunde ist der Prozess super einfach und die Implementierung hat gut geklappt. Unsere Automationen funktionieren nach wie vor top und wir sind froh, dass wir sie haben.

Lea: Wie gut kommen deine Kunden mit digitalen Lösungen, wie dem Leadformular klar?
Stefan: Überraschend gut! 80 % der Kunden nutzen das Kontaktformular problemlos und freuen sich über die schnellen Begrüßungsmails. Auch ältere Kunden nehmen das super an und ich spreche da aus Erfahrung: Meine Kernkundschaft sind keine Digital-Natives. Es gibt ein paar Nachzügler, aber insgesamt läuft es super.

Lea: Was bringt dir die Digitalisierung unterm Strich?
Stefan: Wir arbeiten nahezu papierlos, was uns mehr Struktur und Transparenz in der Projektarbeit sowie Zeitersparnis im Büro ermöglicht. Die Zusammenarbeit im Team ist unkompliziert und zielgerichtet, da vom Erstkontakt bis zur finalen Rechnung alles digital abgebildet ist. Das hatten wir in dieser Form vorher nicht. Am Ende bedeutet das: Wir arbeiten wesentlich effizienter und können unsere Kunden optimal betreuen, ohne dass uns die Power an anderer Stelle fehlt.

Lea: Vielen Dank für das Interview!


 

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Stefan Bohlken im Conkret Podcast der HEROCON über Digitalisierung mit Ü50.
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