Förderung für Digitalisierung in Niedersachsen

Anna Schwirten 04.09.2020

Die Digitalisierung ist längst im Handwerk angekommen - die Förderung für Digitalisierung auch! Verschiedene, teilweise regionale, Förderungen unterstützen die Digitalisierung im Handwerk. Hier erfahren Sie alles Wichtiges zu den Förderungsmöglichkeiten in puncto Digitalisierung. Der folgende Artikel geht hauptsächlich auf den Digitalbonus Niedersachsen ein.

Bild: Digitalisierungsmaßnahmen werden immer mehr gefördert
Verschiedene Fördermodelle fördern die Digitalisierung von Handwerk und Mittelstand | © Christian Dubovan / unsplash.com

Inhalt

Was ist der Digitalbonus Niedersachsen?

Der Digitalbonus Niedersachsen ist eine Förderung für Digitalisierung in Niedersachsen. Anspruch darauf haben kleine und mittlere Unternehmen aus dem Handwerk und der gewerblichen Wirtschaft, Freiberufler aus den Feldern eHealth und Life Sciences sowie kleine freiberufliche Planungsbüros im Bereich des digitalen Bauens bei der Investition in Digitalisierungsmaßnahmen.

Beim Digitalbonus handelt es sich um einen Zuschuss von mindestens 2.500 Euro und maximal 10.000 Euro. Kleine Unternehmen erhalten bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten zurück, mittlere Unternehmen bekommen bis zu 30 Prozent. Um diese Förderung in Anspruch zu nehmen, muss die Investition einen Kaufpreis von 5.000 Euro überschreiten. Beantragt wird der Digitalbonus Niedersachsen bei der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank (NBank).

Bild: Verschiedene Fördermöglichkeiten für Digitalisierungsmaßnahmen
Der Digitalbonus Niedersachsen richtet sich auch an Handwerksbetriebe © rawpixel / pxhere.com CC0

Wer erhält die Förderung?

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen des Handwerks und der gewerblichen Wirtschaft (KMU), freiberuflich Tätige, die Investitionen in den Bereichen eHealth und Life Sciences tätigen, sowie kleine freiberufliche Planungsbüros aus dem Bereich digitales Bauen. Förderberechtigt für den Digitalbonus Niedersachsen sind ausschließlich Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen.

Außerdem darf die KMU-Grenze nicht überschritten werden. Gemäß der EU-Kommission gilt ein Unternehmen als KMU, solange nicht mehr als 250 Mitarbeiter dort tätig sind und ein Jahresumsatz von 50 Millionen Euro bzw. eine Bilanzsumme von 42 Millionen Euro nicht überschritten wird.

Bild: Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten für Digitalisierung
Jetzt Digitalbonus für Ihr Handwerksunternehmen beantragen © pxhere.com CC0

Was ist förderbar?

Gefördert werden Investitionen zur Digitalisierung von Prozessen, Dienstleistungen oder Produkten und Investitionen zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Konkret beinhaltet das die Anschaffung oder Nutzung von Hardware, Software oder Softwarelizenzen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) oder IT-Sicherheit.

Dabei muss ein Kaufpreis von 5.000 Euro überschritten werden und es muss sich um ein oder mehrere Exemplare derselben Hardware, Software oder Softwarelizenz handeln. Aufgrund der aktuellen Situation werden bis zum 30.09.2020 darüber hinaus Investitionen in Homeoffice-, Telemedizin- und Videokonferenztechnik bezuschusst.

Investment Unternehmensgröße Investierte Summe Zuschuss
Datenschutz-Software < 50 Mitarbeiter 5.000 Euro 2.500 Euro
Homeoffice-Arbeitsplätze 50-250 Mitarbeiter 20.000 Euro 6.000 Euro
HERO Software 50-250 Mitarbeiter 5.040 Euro 1.512 Euro
Bild: Homeoffice-Arbeitsplatz mit Kopfhörern
Gefördert wird Software und Hardware aus dem Bereich IKT oder IT-Sicherheit © Sabri Tuzcu / unsplash.com CC0

Beispiel 1: 2.500 € für Datenschutz Software

Sie sind ein kleines Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeiter) und möchten in den Kauf einer Datenschutz-Software investieren. Sie müssen mindestens 5.000 Euro (Brutto) für Implementierung und Lizenzen investieren, um die Förderquote von 50 Prozent, in diesem Fall 2.500 Euro, zu erhalten. Auch möglich wäre etwa der Erwerb bzw. die Einführung einer CRM- oder ERP-Lösung.

Beispiel 2: 6.000 € für Homeoffice-Arbeitsplätze

Sie sind ein mittleres Unternehmen (mehr als 50 Mitarbeiter) und möchten Ihren Mitarbeitern Homeoffice-Arbeitsplätze einrichten. Dazu benötigen Sie Videokonferenz- und Telearbeitstechnik sowie entsprechende Maßnahmen zur sicheren Datenübertragung zwischen Firmennetzwerk und dezentralen Arbeitsplätzen. Bei einer Förderquote von 30 Prozent investieren Sie zum Beispiel 20.000 Euro (Brutto) und bekommen davon 6.000 Euro bezuschusst.

Förderung für die HERO Software

Auch die HERO Handwerkersoftware können Sie sich unter bestimmten Umständen fördern lassen. Grundsätzlich fördert der Digitalbonus Niedersachsen die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Dies trifft, je nachdem, welche Module Sie für unsere Software buchen, auch auf HERO zu. Auftragsverwaltung, Angebots- und Rechnungserstellung sowie Features wie unsere Projektpipeline, der Baustellenplaner oder unsere mobile Zeiterfassung fallen unter die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Die HERO-Lizenzen werden für einen bestimmten Zeitraum käuflich erworben. Um den Digitalbonus Niedersachsen zu erhalten, muss eine Summe von minimum 5.000 Euro (Brutto) investiert werden. Wir bieten verschiedene Preismodelle an, daher kommen hier verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Ein Beispiel, um den notwendigen Kaufpreis von 5.000 Euro zu erreichen, wäre etwa das Buchen von 5 „Pro-Lizenzen” für einen Zeitraum von 36 Monaten. Als mittleres Unternehmen würden Sie in diesem Fall von den investierten 5.040 Euro (Brutto) 30 Prozent (1.512 Euro) bezuschusst bekommen.

Auch die Entwicklung einer unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategie oder der Aufbau einer professionellen Internetpräsenz sind förderfähige Maßnahmen, bei denen wir Sie unterstützen können. Hierfür würden aber eher andere Förderprogramme in Frage kommen, etwa das Programm „Go-Digital”. Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.

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Sonder-Förderung wegen Corona

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es aktuell eine Ausnahme in den Förderkriterien des Digitalbonus Niedersachsen. Befristet bis zum 30.09.2020 können aktuell auch Investitionen in Videokonferenztechnik, Homeofficetechnik und Telemedizintechnik gefördert werden. Darunter fallen etwa benötigte Hardware wie Bildschirme, Headsets oder Lautsprecher, aber auch entsprechende Software zur Übertragung von Videokonferenzen.

Darüber hinaus gilt für die eben genannten Investitionen die Sonderregelung, dass Antragsteller bereits mit Einreichung des Antrags im Kundenportal mit dem Vorhaben beginnen dürfen. Bei allen anderen Anschaffungen muss zunächst der Zuwendungsbescheid vorliegen, bevor die Anschaffung getätigt wird.

Bild: Homeoffice-Arbeitsplatz
Corona hat gezeigt, wie wichtig Digitalisierung ist © ENiemela / pixabay.com CC0

Den Digitalbonus korrekt beantragen

Die Antragstellung erfolgt online über das Kundenportal der NBank. Dazu müssen Sie sich einmalig im Kundenportal der NBank registrieren. Nach der Anmeldung werden Sie Schritt für Schritt durch den Antrag geführt und reichen diesen sowie die erforderlichen Unterlagen abschließend elektronisch ein.

Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Darüber hinaus muss der Förderantrag nach der elektronischen Übermittlung innerhalb von vier Wochen unterzeichnet auf dem Postweg an die Bewilligungsstelle übermittelt werden. Nach Erhalt eines Zuwendungsbescheides können Sie mit der Durchführung der geplanten Maßnahme beginnen.

Bild: Nachdem Sie Ihren Antrag abgeschickt haben, wird dieser geprüft
Die Antragsstellung erfolgt online im Kundenportal der NBank © pxhere.com CC0

Voraussetzungen und Unterlagen

Ihr Unternehmen muss seinen Sitz oder zumindest eine Betriebsstätte in Niedersachsen haben und zu den KMU gehören. Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern haben keine Chance auf den Digitalbonus Niedersachsen.

Alle im Antrag genannten Dokumente müssen ausgefüllt und mitgeschickt werden, etwa die De-minimis-Bescheinigung. Die benötigten Formulare finden Sie auf der Seite des Digitalbonus Niedersachsen der NBank unter dem Punkt Downloads. Dort finden Sie außerdem Merkblätter und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Eine Vorlage von Vergleichsangeboten ist nicht erforderlich.

Ablauf und Bewilligung der Förderung

Nachdem Sie den Antrag vollständig ausgefüllt und alle erforderlichen Unterlagen beigefügt haben, wird Ihr Antrag überprüft. Sie erhalten entweder einen Ablehnungs- oder einen Zuwendungsbescheid. Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides gilt ein zwölfmonatiger Bewilligungszeitraum, innerhalb dessen Sie die förderfähigen Anschaffungen tätigen müssen. Ist diese Frist abgelaufen, können Sie sich die Investitionen nicht mehr fördern lassen.

Sie sind außerdem verpflichtet, der N-Bank innerhalb von drei Monaten nach Ende des Bewilligungszeitraums einen Verwendungsnachweis vorzulegen, aus dem auch ein zahlenmäßiger Nachweis über die Summe der Anschaffung hervorgeht. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Prüfung des Verwendungsnachweises.

Der Digitalbonus in anderen Bundesländern

In ganz Deutschland gibt es verschiedene Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene, die auf die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen abzielen. Die meisten Bundesländer bieten eine landesinterne Förderung für Digitalisierungsmaßnahmen an. Zu den einzelnen Fördermodellen informieren die Industrie- und Handelskammern der jeweiligen Bundesländer.

Daneben können auf Bundesebene die Programme „Go-Digital” und ab dem 07.09.2020 auch „Digital Jetzt” genutzt werden. Teilweise werden unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung gefördert. Daher sollten immer die Förderprogramme des jeweiligen Landes und die des Bundes herangezogen werden.

Das Förderprogramm „Go-Digital” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist auf Bundesebene für kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe verfügbar. Es besteht im Wesentlichen aus den drei Modulen „Digitalisierung von Geschäftsprozessen”, „digitale Markterschließung” und „IT-Sicherheit”. Im Gegensatz zum Digitalbonus Niedersachsen werden hier zum Beispiel auch Online-Marketingmaßnahmen und Schulungen zu Hard- und Software gefördert. Weitere Informationen zum Förderprogramm „Go-Digital” finden Sie hier. Ab dem 07.09.2020 beginnt außerdem das bundesweite Förderprogramm „Digital Jetzt”. Es ähnelt dem Programm „Go-Digital”, aber die Bedingungen und Fördersummen sind teilweise unterschiedlich. In jedem Fall gibt es mittlerweile einige Fördermodelle, die bei der Digitalisierung des Handwerks und des Mittelstands helfen sollen. Nutzen Sie diese!

Förderung Förderberechtigte Zuschusshöhe
Go-Digital KMUs des Handwerks oder der gewerblichen Wirtschaft, bundesweit bis zu 33.000 Euro
Digital-Jetzt Mittelstand (alle Branchen), Handwerksbetriebe, bundesweit mindestens 3.000 Euro und maximal 50.000 Euro
Digitalbonus Nedersachsen KMUs aus dem Handwerk und der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Niedersachsen, Freiberufler aus den Feldern eHealth und Life Sciences mit Sitz in Niedersachsen mindestens 2.500 Euro und maximal 10.000 Euro

Auch diese Unternehmen setzen auf HERO

Bild: Sonepar Deutschland nutzt die HERO Handwerkersoftware

Sonepar

In Zusammenarbeit mit Sonepar ist die Cloud Software Sonepar HERO entwickelt worden. Speziell fürs Elektrohandwerk inkl. Schnittstelle zu Sonepars Artikelstamm.

Bild: Das Unternehmen Buderus setzt auf die HERO Handwerkersoftware

Buderus

Unsere Plattform ermöglicht dem Unternehmen Bosch Thermotechnik GmbH unter der Marke Buderus eine lückenlose Kommunikation über seine Partner, bis hin zu Endkunden.

CKW

CKW

In Kooperation mit der CKW haben wir das Portal energieheld.ch geschaffen. Kunden und Projekte werden dabei unkompliziert mit dem HERO System verwaltet.

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