Planungssoftware für Fliesenleger
Für Fliesenlegerbetriebe ist besonders die Planungssoftware kein „Nice-to-have“, sondern ein essentielles Tool für Aufmaß, Visualisierung und Kundenberatung, etwa bei Badsanierungen. Welche Software die richtige für den Betrieb ist, hängt auch hier stark von den Anforderungen ab. Eine Auswahl an gängigen Lösungen für die 3D-Badplanung haben wir an anderer Stelle für dich zusammengestellt.
In Marcels Fliesenlegerbetrieb wird mit einer Planungssoftware gearbeitet, die ein schnelles Aufmaß per Handyfoto ermöglicht, das dann ans Büro gesendet werden kann, wo Mitarbeiter*innen direkt an die Konzepterstellung gehen können. Die Visualisierung des Konzepts findet dann über Augmented-Reality statt, sodass es für den Kunden greifbar wird. „Wir können Kunden auch QR-Codes schicken, über die das Badezimmer kalibriert wird. Dann können sie durch ihr Tablet das neue Badezimmer sehen, während sie im alten Bad stehen“, erzählt der Fliesenleger.
Handwerkersoftware auswählen
Bürosoftware für Handwerker ist prinzipiell keine neue Erfindung. DOS-basierte Anwendungen für Büroaufgaben kamen bereits in den 1990ern auf und wurden im Laufe der Jahre weiterentwickelt. In den letzten rund 10 Jahren hat sich allerdings Cloud-Technologie durchgesetzt, bei der der Zugriff auf die Software über das Internet stattfindet und nicht mehr nur lokal über eigenen Rechner im Büro.
Für Marcel Brüggemann ist Cloud-Anbindung vor allem ein Vorteil, weil sie mobiles Arbeiten ermöglicht: „Wir hatten früher schon mal mit digitaler Dokumentenablage begonnen, das hat auch alles ganz gut funktioniert, aber eben nicht mobil.“ Mittlerweile arbeiten die Mitarbeiter*innen im Außendienst des Fliesenfachbetriebs ausschließlich mit ihrem Handy. „Keiner will mehr ein Tablet“, berichtet Marcel.
Auch die HERO Insight-Studie zeigt, dass eine cloud-fähige Komplettlösung sich auszahlt: So gaben jeweils über 90 % der Anwender solcher Lösungen an, dass sich die Bearbeitungszeit einzelner Aufgaben reduzieren ließ, die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs gestärkt wurde, sich Mitarbeiter*innen entlastet fühlen, die Zusammenarbeit im Team und die Effizienz verbessert wurden, sowie, dass die Kundenzufriedenheit spürbar gestiegen sei.
Kommunikationsplattform
Trotz aller Digitalisierung bleibt es wichtig, im Betrieb miteinander zu kommunizieren und über Projekte und Aufgaben zu sprechen. Das kann klassisch morgens auf dem Betriebshof passieren – oder mobil über eine digitale Kommunikationsplattform. Diese sollte direkte Miteinander nicht vollständig ersetzen, kann jedoch dazu beitragen, Absprachen zu dokumentieren und Zeit zu sparen, indem Mitarbeiter*innen nicht jedes Mal beim Chef anrufen oder ins Büro fahren müssen, um Informationen einszuholen.
Wie bei allen digitalen Lösungen gibt es hier eine Vielzahl von Anbietern. Wichtig ist auch hier die Frage, was die Kommunikationsplattform können muss, um das Team auch wirklich zu entlasten. Sollen Gespräche etwa teilweise oder ganz aufgezeichnet oder automatisch Notizen erstellt und an Teilnehmer per Mail verschickt werden? Wer sich hier ein bisschen ausprobiert, wird schnell feststellen, dass eine dezentrale Kommunikation auch Vorteile haben kann, flexibleres Arbeiten möglich macht und das Team entlastet.