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Berufe im Check: DachdeckerInnen

Kaan Cakir  | 28.07.2022
Bild: Dachdecker Beruf
Dachdecker Beruf im Check: HERO informiert über Aufgaben, Anforderungen, Gehalt uvm. | © bluelightpictures / pixabay.com CC0

DachdeckerInnen tragen dazu bei, dass Häuser und Gebäude vor äußeren Einflüssen wie Regenwasser, Wind oder Wärme geschützt werden. In diesem Artikel erfahren Sie alles rund um den Beruf DachdeckerIn. Von der Dachdecker Ausbildung über das Gehalt bis zu den Karriere-Chancen. Des Weiteren zeigen wir Ihnen, welche Qualifikationen und Fähigkeiten Sie für die Ausbildung und das Berufsleben mitbringen sollten.


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Was machen Dachdecker?

Über 60.000 Mitarbeitende in mehr als 15 Tausend Betrieben bundesweit kümmern sich täglich um die anfallenden Aufgaben auf Deutschlands Dächern. Ob Flachdacheindeckung oder Sanierung im Dachgeschoss - der Arbeitsalltag als DachdeckerIn ist abwechslungsreich und vielseitig.

Dies liegt an den mannigfaltigen Aufgabengebieten von DachdeckerInnen. Sie bekleiden Dach- und Wandflächen mit Ziegeln, Steinen oder anderen Materialien, konstruieren Dachstühle und führen Abdichtungen auf dem Dach, Balkon oder der Terrasse durch. Darüber hinaus installieren sie Photovoltaikanlagen, Schneefangsysteme oder bringen mit Dachfenstern mehr Licht ins Obergeschoss.

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Quelle: SWR Landesschau Baden-Württemberg / Youtube.com

Geschichte und Zukunft

Mit dem 15. Jahrhundert erlebte das Handwerk der DachdeckerInnen europaweit eine grundlegende Veränderung. Mit neuen Formen, Materialien und Technologien wurde die Dachdeckerei immer abwechslungsreicher und brachte neue Herausforderungen mit sich.

Wurde in Zeiten der Industrialisierung grundlegend schwer und massig gebaut, so beherrscht mittlerweile die Leichtbauweise die modernen Dächer Europas und der Welt. Obwohl heutzutage viele Dächer auf einem einheitlichen Grundkonstrukt beruhen, unterscheiden sie sich sehr in ihrer schier grenzenlosen Auswahl an Form, Design oder Material.

Doch auch in Zeiten von Veränderung gab es stets eine Konstante: Die professionell geschulten DachdeckerInnen, die in immer größeren Höhen ihrem Handwerk nachgehen. Und auch in zukünftigen Zeiten, in denen der Trend zu mehr Kreativität und weniger Fertigbau neigt, wird qualifiziertes Fachpersonal unerlässlich sein.

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Über die Dachdecker Ausbildung

Der Aufbau der Dachdecker Ausbildung erfolgt sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Traditionell wird im Handwerk bei einer oder einem Auszubildenden vom Lehrling gesprochen. Typische Ausbildungsinhalte in der Dachdecker Lehre sind beispielsweise das Decken von Dach-/Wandflächen oder die Planung von Arbeitsabläufen.

Ab dem zweiten Lehrjahr haben die Auszubildenden in der Regel die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in Wahlpflichtkursen zu vertiefen. Eine Spezialisierung ist in den Schwerpunkten Abdichtungstechnik, Außenwandbekleidungstechnik, Dachdeckungstechnik, Energietechnik oder Reetdachtechnik möglich.

Voraussetzungen und Schulabschluss

Offiziell müssen Auszubildende keinen bestimmten Schulabschluss haben. Jugendliche unter 18 Jahren müssen lediglich eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen können. Die Großzahl der Betriebe besetzt die Ausbildungsplätze vorwiegend mit jungen Menschen, die über einen Hauptschulabschluss verfügen. Charakteristisch für DachdeckerInnen ist eine Vorliebe für das Schulfach Werken. Daneben ist eine Affinität zu Fächern wie Mathematik (für Berechnungen auf der Baustelle) und Physik (um bauphysikalische Gegebenheiten zu verstehen) von Vorteil.

Für die Ausbildung sollte man ein gewisses Maß an handwerklicher Geschicklichkeit, eine gute Hand-Auge-Koordination und eine generell gute körperliche Physis mitbringen, beispielsweise zum Tragen von Baumaterialien. Des Weiteren sollte man über eine gute räumliche Orientierung und Trittsicherheit verfügen. Wichtig hierbei ist, dass diese Fähigkeiten auch in großer Höhe beherrscht werden. Aus diesem Grund sollten angehende DachdeckerInnen schwindelfrei sein. Wer dazu noch teamfähig ist, der kann hervorragend in der Dachdeckerbranche Fuß fassen.

Gehalt - brutto und netto

Das durchschnittliche Dachdecker-Gehalt liegt bei ungefähr 33.500 Euro brutto im Jahr. Dies entspricht mit einem Verdienst von 2.790 Euro im Monat - einer mittelmäßigen Vergütung in der Handwerkerbranche. Nachfolgend ein Vergleich der Durchschnittsgehälter pro Jahr:

HandwerkDurchschn. Jahresgehalt (brutto)Durchschn. Jahresgehalt (netto)
Mechatroniker45.300 Euro32.163 Euro
Elektroniker45.000 Euro31.950 Euro
Werkzeugmechaniker44.500 Euro31.595 Euro
Maschinenschlosser43.500 Euro30.885 Euro
Maurer43.000 Euro30.530 Euro
Anlagenmechaniker42.000 Euro29.820 Euro
Heizungsinstallateur40.000 Euro28.400 Euro
Schweißer39.800 Euro28.258 Euro
Schlosser36.300 Euro25.773 Euro
Dachdecker33.500 Euro23.785 Euro
Tischler33.100 Euro23.501 Euro
Metallbauer33.000 Euro23.430 Euro
Maler32.500 Euro23.075 Euro
Fliesenleger32.000 Euro22.720 Euro

(Datenquelle Bruttogehälter: Stepstone; Annahme Nettogehälter: 29 Prozent Steuerbelastung)

Dauer und Verkürzung der Ausbildung

Die Dachdecker Ausbildung dauert 3 Jahre und startet in zum Ersten des Monats August oder September. Aufgrund schulischer Voraussetzungen können Azubis mit mindestens mittlerer Reife ihre Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen. Hierfür müssen der Lehrling und der Ausbildungsbetrieb kollektiv einen entsprechenden Antrag stellen.

Praxis vs. Berufsschule

Im Rahmen der dualen Berufsausbildung zum Dachdecker bekommen die Auszubildenden praktische Erfahrungen unter Anleitung eines Ausbilders im Betrieb. Je nach Ausbildungsjahr kann das Eindecken von Dächern oder das Abdichten von Fugen zu den Aufgaben der Auszubildenden gehören. Der Praxisteil der Ausbildung kann in Lehrwerkstätten oder auf wechselnden Baustellen erfolgen.

Um die theoretischen Grundlagen zu erlernen, besuchen alle Auszubildenden darüber hinaus die Berufsschule. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschaft oder Sozialkunde werden dort ebenfalls berufsbezogene Fächer unterrichtet. Der Besuch der Berufsschule kann je nach Ausbildung entweder ein- bis zweimal pro Woche oder in Blöcken von drei oder vier Wochen erfolgen.

Bei einer dreijährigen Ausbildung steht mit Ablauf des zweiten Lehrjahres eine Zwischenprüfung an, bevor mit Ende des dritten Lehrjahres abschließend die sogenannte Gesellenprüfung abgelegt werden kann. Besteht der Lehrling diese Prüfung, darf er sich fortan Handwerks-Gesellin oder -Geselle nennen.

Bild: Dachdecker Beruf Ausbildung und Gehalt
Beruf im Check: Dachdecker Ausbildung und Gehalt | © Svitlana Hulko / Shutterstock.com

Karriere und Gehalt als Geselle oder Meister

Wie in den meisten handwerklichen Berufen steigert sich das Gehalt mit der Berufserfahrung. Außerdem ist das Dachdecker Gehalt statistisch gesehen in größeren Unternehmen höher. Ob man in einem großen oder kleinen Betrieb arbeiten möchte, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen.

Um das Gehalt als Dachdecker weiter aufzustocken, gibt es darüber hinaus entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten. So führt die Übernahme von mehr Verantwortung zu einer Gehaltssteigerung. Beliebte Weiterbildungen sind die Ausbildung als BautechnikerIn oder DachdeckermeisterIn.

Des Weiteren besteht nach einigen Jahren Berufserfahrung die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Dachdeckerbetrieb selbstständig zu machen. Wer dies vorhat, sollte sich vorher entsprechende betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen. Hier sehen Sie einen Vergleich der Durchschnittsgehälter pro Monat im Laufe der Karriere im Dachdecker-Bereich:

PositionDurchschnittsgehalt pro Monat (brutto)
Erstes Lehrjahr780 Euro
Zweites Lehrjahr940 Euro
Drittes Lehrjahr1.200 Euro
Geselle (Einsteiger)2.790 Euro
Geselle (>5 J. Berufserfahrung)3.170 Euro
Geselle (>10 J. Berufserfahrung)3.250 Euro
DachdeckermeisterIn4.410 Euro
BautechnikerIn4.670 Euro

(Datenquelle Bruttogehälter: Stepstone, Planet-Beruf, Studyflix)

Quereinsteiger: Dachdecker ohne Ausbildung werden

Quereinsteiger haben die Perspektive sich im Zuge einer Zweitausbildung zum Dachdecker umschulen zu lassen. Teile einer ersten Ausbildung können hierbei gegebenenfalls angerechnet werden, was zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit beitragen kann.

Fazit & weitere Informationen

Der Beruf DachdeckerIn stellt ein elementares Handwerk unserer Gesellschaft dar. Ob der Beruf und die damit verbundene Arbeitswelt etwas für einen ist, sollte entsprechend der eigenen Fähigkeiten abgewogen werden. Wir haben in diesem Artikel einmal die wichtigsten Voraussetzungen aufgeführt. Interessierte haben darüber hinaus die Möglichkeit sich bei der Bundesagentur für Arbeit beraten zu lassen.

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