Zum Inhalt springen
8 SCHRITTE PRAXIS-GUIDE

Angebot erstellen im Handwerk: der komplette Ablauf und was KI davon übernimmt

Ein Angebot erstellen im Handwerk heißt, aus einer Kundenanfrage ein prüfbares, verbindliches Dokument zu machen, das deinen Preis trägt und deinen Betrieb repräsentiert. Dieser Leitfaden geht den Prozess durch, wie er im Betrieb wirklich läuft. Acht Schritte von der Anfrage bis zum Nachfassen – mit den Pflichtangaben, die hineingehören, der Kalkulation, die dahintersteckt, und einer klaren Antwort darauf, welche Arbeit ein gepflegter Artikelstamm trägt und was eine KI in deinem System übernehmen kann.

Bild: Angebot erstellen im Handwerk
Angebote im Handumdrehen erstellt: Eine professionelle Handwerkersoftware beschleunigt Projektmanagement und Angebotserstellung, integrierte KI-Funktionen wie HERO Command sorgen für noch mehr Effizienz.

Was muss in einem Handwerker-Angebot stehen?

Rechtlich gesehen ist ein Angebot die Erklärung, eine bestimmte Leistung zu einem genannten Preis zu erbringen. Nach § 145 BGB bist du daran gebunden, sobald es beim Empfänger liegt – es sei denn, du hast die Gebundenheit ausdrücklich ausgeschlossen. Was im Dokument steht, gilt.

Dennoch gibt es für ein Angebot im Handwerk (und auch im Allgemeinen) keinen gesetzlichen Pflichtangaben-Katalog. Der Katalog aus § 14 UStG, den viele vielleicht im Kopf haben, betrifft nur Rechnungen, nicht Angebote. Was in ein Angebot gehört, entscheidet deshalb die kaufmännische Praxis, nicht das Gesetz – und das ist der Standard, an dem sich ein sauber geführter Betrieb messen lässt.

Kaufmännisch vollständig ist ein Angebot mit diesen Angaben:

  • Beide Vertragsparteien mit vollständiger Anschrift, dazu deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  • Angebotsnummer und Datum, damit du das Dokument später eindeutig zuordnen und darauf verweisen kannst.
  • Die Leistungen einzeln aufgeschlüsselt, jede mit Menge, Einheit, Einzelpreis und Gesamtpreis. Eine Pauschale ohne Aufschlüsselung nimmt dir die Argumentationsgrundlage, sobald Rückfragen zu einer Position kommen.
  • Netto-, Umsatzsteuer- und Bruttobetrag getrennt ausgewiesen. Nutzt du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, weist du keine Umsatzsteuer aus und weist kurz auf die Regelung hin.
  • Die Bindefrist, am besten als konkretes Kalenderdatum statt als Zeitspanne. „Gültig bis 30. Oktober 2026" ist eindeutig, „vier Wochen gültig" ist Auslegungssache.
  • Zahlungsbedingungen, bei Bedarf mit Skonto. Als grober Richtwert gelten 2 bis 3 Prozent bei einem Zahlungsziel von 7 bis 14 Tagen.
  • Ausführungszeitraum und, wo es passt, ein Hinweis auf den Eigentumsvorbehalt nach § 449 BGB.

Kennzeichnest du dein Angebot als freibleibend oder unverbindlich, gilt es rechtlich nicht als bindender Antrag, sondern als Aufforderung an die Kundenseite, selbst ein Angebot abzugeben. Die Handwerkskammer zu Köln nennt das ein übliches Mittel bei schwankenden Materialpreisen1. Ohne solche Kennzeichnung regeln die §§ 146 und 147 BGB, wie lange dein Antrag offen bleibt. Vom Angebot zu unterscheiden ist der Kostenvoranschlag. Er ist eine fachlich begründete Schätzung, keine Preiszusage.

So läuft die Angebotserstellung im Handwerk ab: 8 Schritte

Der folgende Ablauf ist die Reihenfolge, in der die Arbeit im Betrieb tatsächlich anfällt. Bei jedem Schritt steht, was Handarbeit bleibt und was ein gepflegtes System trägt.

1. Anfrage aufnehmen und qualifizieren

Am Anfang steht selten ein Leistungsverzeichnis, sondern ein Anruf, eine WhatsApp-Nachricht oder eine E-Mail mit drei Zeilen. Dein erster Handgriff ist deshalb kein kaufmännischer, sondern ein handwerklicher: klären, was genau gewünscht ist, in welchem Objekt, bis wann, und ob der Auftrag zu deinem Handwerksbetrieb passt. Wichtig: Halte die Anfrage samt Kontakt, Objektadresse und Zusagen an einem Ort fest.

Ein Teil dieses Angebots-Prozesses lässt sich inzwischen mit KI-Unterstützung erledigen. HERO Voice, der Telefonassistent in HERO, nimmt Anrufe an, qualifiziert das Anliegen und überführt alle relevanten Infos in deinen Workflow – samt Kontaktzuordnung und Rückruf-Aufgabe. Bei einem Neukunden landen Name, Anliegen und Kontaktdaten als Anrufeintrag mit Transkript im System, und jemand aus dem Team bekommt die Aufgabe, dranzubleiben. Die eine Frage, auf die es in diesem Schritt ankommt, entscheidet der Assistent nicht für dich: ob du den Auftrag überhaupt willst.

2. Aufmaß nehmen/Mengen bestimmen

Ohne Mengen keine Kalkulation. Beim Aufmaß entstehen die Zahlen, auf denen jede Position später steht, und hier entstehen auch die teuersten Fehler: eine falsch notierte Länge oder Menge zieht sich durch Material, Lohn und Preis.

Ein Aufmaß, das direkt an der Position hängt, bleibt nachvollziehbar. In HERO erfasst du es als eigenes Dokument oder legst es an der einzelnen Angebotsposition ab – auch mobil auf der Baustelle. Die Mengen sind damit später prüfbar, statt auf einem Zettel im Transporter, in der Werkzeugkiste oder der Tasche des Blaumanns zu liegen. Wie das Aufmaß in der App funktioniert, zeigt die Aufmaß-App.

3. Positionen zusammenstellen

Dies ist der Schritt der Angebotserstellung, der – nicht nur im Handwerk – die meiste Zeit frisst und die größte Hebelwirkung hat. Aus deinen Mengen werden konkrete Positionen: Artikel, Leistungen, Zwischenüberschriften, alternative und optionale Posten. Wer das jedes Mal aus dem Kopf oder aus einem alten Angebot zusammensucht, arbeitet doppelt und riskiert veraltete Preise.

Gepflegte Stammdaten in einer Handwerkersoftware wie HERO lösen genau das. Artikel und Leistungen liegen mit Einheit, Einkaufs- und Verkaufspreis im Artikelstamm, und du ziehst sie über die Suche direkt per Drag & Drop ins Dokument. Datanorm-Artikel deiner Lieferanten kommen per Import dazu, statt abgetippt zu werden. Angebote lassen sich mit Titeln gliedern und Positionen als Alternativ-, Bedarfs- oder Pauschalposition kennzeichnen, sodass auf einen Blick erkennbar ist, was Option ist und was Grundlage.

Hier setzt die KI im System an. HERO Command ist die KI-Funktion in HERO, mit der du Aufgaben per Anweisung ausführen lässt, direkt in deinen Projekten und Dokumenten. Ein konkretes Beispiel: Du gibst HERO Command ganz einfach per Text- oder Spracheingabe die Anweisung „Erstelle für Familie Weber ein Angebot für eine bodengleiche Dusche inklusive Demontage, Material und Montage.“ HERO Command greift dabei auf die in HERO hinterlegten Artikel, Leistungen und Verkaufspreise zurück und erstellt daraus einen gegliederten Angebotsentwurf. Du prüfst anschließend Positionen, Mengen und Preise und gibst das Dokument selbst frei. Mehr zu Funktionsweise und Anwendungsfällen erfährst du hier: KI-Angebotserstellung mit HERO Command.

4. Kalkulieren

An dieser Stelle entsteht der Preis. Material, Lohn, Maschinen- und Gemeinkosten gehen in die Position ein, dazu dein individueller Aufschlag. Der Fehler, der hier am meisten kostet, ist selten ein Rechenfehler, sondern ein veralteter Preisstand: Du kalkulierst mit den Einkaufspreisen von letztem Jahr und merkst es erst in der Nachkalkulation.

Kennt dein Artikelstamm die Einkaufspreise, siehst du den Aufschlag je Position und je Dokument, statt ihn zu schätzen. Lohn- und Maschinenkosten lassen sich getrennt führen, Datanorm-Preise bekommen ihre eigenen Zuschläge. Und ändert ein Lieferant seine Preise, aktualisierst du den Artikelstamm und überträgst die Änderung in deine offenen Dokumente.

5. Angebotstext formulieren

Zwischen den Positionen steht Fließtext: ein Einleitungstext, der Bezug auf das Gespräch nimmt, Hinweise zu Ausführung und Mitwirkungspflichten der Kundenseite, ein Schlusstext. Dieser Teil entscheidet mit, ob dein Angebot wie ein Preiszettel wirkt oder wie die Arbeit eines Handwerksbetriebs, der weiß, was er tut.

Zweimal geschrieben werden muss dieser Text nicht. Textbausteine und Angebotsvorlagen halten die Formulierungen fest, die sich bei dir bewährt haben, und ein fertiges Angebot lässt sich selbst als Vorlage sichern. Was maximal bleibt, ist der individuelle Satz zum konkreten Objekt.

6. Prüfen

Vor dem Versand wird das Dokument einmal komplett geprüft: Stimmen Mengen und Einheiten, sind die Preise aktuell, ist die Bindefrist gesetzt, passt die Umsatzsteuer, sind Alternativpositionen als solche erkennbar? Bei langen, in Titel gegliederten Angeboten lassen sich Zwischensummen anzeigen, was das Gegenlesen erleichtert.

Tipp: Prüfe auch, was nach außen gehen soll. Einzelpreise lassen sich in der Darstellung ausblenden, wenn sie im Kundendokument nichts zu suchen haben. Diese Entscheidung triffst du bewusst, nicht versehentlich.

7. Versenden

Das Angebot geht als PDF an die Kundin oder den Kunden – im Idealfall am selben Tag wie das Aufmaß. Verschickst du es mit HERO direkt aus dem Projekt, wird der Versand automatisch als Eintrag im Logbuch festgehalten, mit Zeitstempel und Empfänger. So entsteht eine chronologische Kommunikationshistorie, in die auch dein Team schauen kann.

Eine Einschränkung solltest du dabei kennen: Antworten deine Kund*innen per Mail, landet die Nachricht in deinem externen Postfach und wird nicht automatisch dem Projekt zugeordnet. Wer die Historie vollständig halten will, legt den Inhalt als manuellen Logbuch-Eintrag ab und antwortet wieder aus dem Projekt heraus, weil dieser Versand dann erneut automatisch protokolliert wird.

8. Nachfassen

Angebote, die niemand nachverfolgt, bleiben offen, bis sie niemand mehr braucht. Eine Badsanierung oder ein Heizungstausch entscheidet sich selten am Tag nach dem Versand: Dort hängt die Zusage an Terminen, an der Finanzierung und oft noch an einem zweiten Angebot.

Eine gängige Empfehlung ist deshalb ein dreistufiges Vorgehen: nach etwa drei Tagen ein kurzer Anruf, ob das Angebot angekommen ist, nach einer Woche eine E-Mail mit einer konkreten Frage nach offenen Punkten, nach zwei Wochen ein letzter Kontaktversuch. Danach schließt du die Akte, statt sie offen mitzuschleppen.

Damit das nicht im Kopf oder auf einem Zettel hängt, bekommt jedes Angebot in HERO einen Dokumentenstatus, zum Beispiel „erstellt“, „angenommen“, „abgelehnt“ oder „erneut versendet“. Die Liste der versendeten, offenen Angebote zeigt dir auf einen Blick, wo du dranbleiben musst. Kommt die Zusage, setzt du den Status auf „angenommen“ und aus dem Angebot wird mit wenigen Klicks die Auftragsbestätigung und später die Rechnung, ohne dass die Positionen neu entstehen müssen. Ob du nach dem dritten Kontaktversuch weiterbohrst oder das Projekt schließt, entscheidest du.

KI ANGEBOTSERSTELLUNG MIT HERO Command
Erlebe, wie aus einem Satz ein fertiges Angebot wird.
Kostenlose Live-Demo →

Handwerker-Angebot: Muster und Aufbau

Eine feste Form schreibt dir niemand vor – die Gliederung folgt dem Auftrag und deinem Gewerk. Mal nach Arbeitsschritten, mal nach Bauabschnitten oder Räumen. Ein Angebot für eine Badsanierung lässt sich zum Beispiel in diese Bereiche gliedern:

  • Demontage und Entsorgung
  • Sanitärinstallation
  • Material und Sanitärobjekte
  • Montage
  • Optionale Zusatzleistungen

Zu jeder Position gehören Menge, Einheit sowie Einzel- und Gesamtpreis. Dazu kommen Einleitung, Zahlungsbedingungen, Bindefrist und Ausführungszeitraum. Wie das als fertiges Dokument aussieht, zeigt die Angebotsvorlage zum Ausdrucken (PDF-Datei) – mit Absender- und Empfängerblock, Positionstabelle, getrennt ausgewiesenen Summen und Feldern für Bindefrist und Zahlungsbedingungen.

Praktisch, wenn du HERO als Software für die Angebotserstellung im Handwerk nutzt: Mit einem gepflegten Artikelstamm musst du diese Struktur nicht bei jedem Auftrag neu aufbauen, sondern kannst auf deine individuelle Angebots-Vorlage zurückgreifen. Und: HERO Command kann aus deiner Anweisung und deinen hinterlegten Artikeln einen ersten Angebotsentwurf erstellen, den du anschließend nur noch prüfst und freigibst.

Wie lange dauert es, ein Angebot im Handwerk zu erstellen?

Wie lange du für die Angebotserstellung brauchst, hängt vor allem davon ab, wie viel du bei jedem Angebot neu erarbeiten musst. Ob du Preise nachschlagen musst oder sie aus dem Artikelstamm ziehst, ob du das Aufmaß abends noch einmal abtippst oder es direkt an der Position hängt, ob du den Einleitungstext neu formulierst oder aus einem Baustein holst: Daran hängt der Aufwand, nicht an deiner Tippgeschwindigkeit. Diese Übersicht geht die acht Schritte durch – was den Aufwand treibt und was ihn kürzt.

SchrittWo die Zeit hingehtWas den Schritt verkürzt
1. Kundenanfrage aufnehmenTelefonate annehmen, Rückrufe tätigen, Nachfragen stellenKI-Telefonassistent nimmt an, fragt Objekt und Anliegen ab und legt die Rückruf-Aufgabe an
2. Aufmaß erstellenAnfahrt und Vor-Ort-Termin, Nacherfassung im BüroMaße auf der Baustelle direkt an der Position eintragen, statt sie abends vom Zettel abzutippen
3. Angebotspositionen zusammenstellenSuchen, Abtippen, Preise nachsehenArtikel per Drag & Drop ins Dokument ziehen – oder per Anweisung an die KI: „Erstelle das Angebot für Projekt Müller mit Bad-Komplettsanierung"
4. Angebot kalkulierenAufschläge je Position eintragen, Preisstände prüfenFestgelegte Verkaufspreisgruppe im Artikelstamm, die automatisch ins Angebot übernommen wird
5.–7. Angebot erstellen, prüfen und versendenFormulieren, Gegenlesen, MailenEinleitungs- und Schlusstext als Baustein einsetzen, Versand direkt aus der Software heraus mit Eintrag im Logbuch
8. Angebot nachfassenWiedervorlage im Kopf behalten, Stand heraussuchenInnerhalb einer Software für die Angebotserstellung zeigt der Status, welche Angebote noch offen sind

Wo deine Zeit für die Angebotserstellung wirklich hingeht, sagt dir am Ende nur dein eigener Betrieb. Unser Tipp: Nimm dafür die Checkliste weiter unten und halte bei den nächsten drei Angeboten fest, wie lange jeder Schritt gedauert hat. Danach weißt du, welcher Schritt der zeitintensivste und teuerste ist, und kannst dort ansetzen.

Vom Lieferantenangebot zum eigenen Angebot

Kennst du das? Der Lieferant oder ein externer Konfigurator schickt dir ein Angebot, oft als PDF, manchmal ein Leistungsverzeichnis im GAEB-Format. Daraus möchtest du dein Angebot erstellen – und zwar nicht als Kopie, sondern als Übersetzung in deine Struktur, deine Einheiten, deine Preise und deine Sprache.

Kaufmännisch hängen daran drei Entscheidungen. Erstens der Materialaufschlag: Der Einkaufspreis des Lieferanten ist nicht dein Verkaufspreis. Zweitens die Gemeinkosten, die auf das Material umgelegt werden. Drittens der Umgang mit Positionen, für die es in deinem Artikelstamm keine Entsprechung gibt, weil sie sonst ungeprüft mit fremden Bezeichnungen in deinem Dokument landen.

Technisch gibt es für den Weg ins eigene Dokument mehrere Wege. Ein GAEB-Leistungsverzeichnis importierst du und kalkulierst es in HERO mit deinen Preisen. Artikeldaten deiner Lieferanten kommen per Datanorm in den Artikelstamm. Und Positionen, Texte und Freitextbausteine lassen sich aus einem bestehenden Dokument in ein neues übernehmen.

Liegt das Fremdangebot nur als PDF vor, überführt HERO Command die Positionen in dein Angebot, mit deiner Struktur und deinen Preisen. Ein vollwertiger Leistungsimporter ist das ausdrücklich nicht, und die Prüfung bleibt bei dir: Du kontrollierst, ob jede übernommene Position eine Entsprechung in deinem Artikelstamm hat und ob dein Aufschlag greift.

Was Handarbeit bleibt und wo KI übernimmt

Über den ganzen Ablauf der Angebotserstellung gesehen gliedert sich die Arbeit in drei Ebenen. Sie auseinanderzuhalten lohnt sich, weil du sonst an der falschen Stelle ansetzt.

Handarbeit bleibt Handarbeit bei allem, was Urteil braucht: die Anfrage qualifizieren, das Aufmaß nehmen, den Aufschlag festlegen, das fertige Angebot verantworten. Ob der Estrich im Altbau noch trägt oder raus muss, entscheidet keine KI und kein System für dich.

Deine Stammdaten sind die solide Grundlage. Artikel und Leistungen mit hinterlegten Preisen, Datanorm-Importe, Textbausteine und Angebotsvorlagen sind der Grund, warum das zehnte Angebot schneller geht als das erste. Diese Ebene wirkt am stärksten, weil sie sich mit jedem weiteren Angebot auszahlt. Sie ist die Grundlage für alles Weitere.

Das KI-System übernimmt die Ausführung. HERO Command ist Teil von HERO AI und arbeitet auf deinen Betriebs-, Projekt- und Auftragsdaten: ein Befehl statt vieler Klicks. Wichtig ist, was das nicht heißt. HERO Command ist eine Funktion, kein selbstständig handelnder Agent: Es führt eine Aufgabe aus und wartet auf dich. Es legt Entwürfe an, veröffentlicht aber erst nach deiner Freigabe. Sicherheitsgrenzen hält es ein: Eine Preisänderung ohne Freigabe führt es nicht aus, auch nicht auf wiederholte Aufforderung.

Die Reihenfolge ist entscheidend: erst die Stammdaten, dann die Anweisung an HERO Command. Ist dein Artikelstamm gepflegt, bekommst du deine Artikel und Leistungen als Angebotsentwurf zurück. Welche KI-Funktionen es in HERO noch gibt, zeigt unsere Übersichtsseite zu HERO AI.

Checkliste für dein nächstes Angebot

Diese Punkte hakst du ab, bevor das Angebot rausgeht. Fehlt einer davon, kostet es dich später Nacharbeit oder Verhandlungsposition:

  • Kontakt, Objektadresse und Ansprechpartner sind vollständig, Angebotsnummer und Datum stehen.
  • Jede Position hat Menge, Einheit, Einzel- und Gesamtpreis, das Aufmaß ist nachvollziehbar hinterlegt.
  • Alternative, optionale und pauschale Positionen sind als solche gekennzeichnet.
  • Die Preise stammen aus dem aktuellen Artikelstamm, nicht aus einem alten Angebot.
  • Der Aufschlag ist je Position geprüft, Lohn- und Materialanteil sind auseinandergehalten.
  • Netto, Umsatzsteuer und Brutto sind getrennt ausgewiesen, die Kleinunternehmerregelung ist berücksichtigt, wenn sie greift.
  • Die Bindefrist steht als Kalenderdatum, Zahlungsbedingungen und Skonto sind geklärt.
  • Ausführungszeitraum und Mitwirkungspflichten der Kundenseite sind benannt.
  • Der Dokumentenstatus ist gesetzt und ein Termin zum Nachfassen steht im Kalender.

Die vollständige Checkliste zum Ausdrucken und Abhaken (PDF-Datei) gibt es als Download. Nimm sie beim nächsten Angebot neben die Tastatur und trag die gemessenen Zeiten je Schritt gleich mit ein.

Tipp: Dein nächster Schritt für effiziente Angebotserstellung

Unsere Empfehlung: Druck dir die Checkliste aus und leg sie neben die nächsten drei Angebote. Markiere, was fehlt, und notier je Schritt die Zeit. Nach drei Durchgängen weißt du zwei Dinge: Erstens, welche Angaben dir regelmäßig durchrutschen, und zweitens, welcher Schritt dich am meisten Zeit kostet.

Liegt der teuerste Schritt beim Zusammenstellen der Positionen oder bei der Kalkulation, führt der Weg über den Artikelstamm und nicht über mehr Tempo. Genau dort setzt HERO an: Deine Artikel und Leistungen liegen mit Einkaufs- und Verkaufspreis im Artikelstamm, Datanorm-Daten deiner Lieferanten kommen per Import dazu statt per Abtippen. Basierend darauf baut HERO Command dein nächstes Angebot auf Anweisung zusammen – mit deinen hinterlegten Preisen, als Entwurf, den du prüfst und freigibst. Teste HERO 14 Tage jetzt kostenlos und bau dein erstes Angebot aus deinem eigenen Artikelstamm!

KI ANGEBOTSERSTELLUNG MIT HERO Command
Erlebe, wie aus einem Satz ein fertiges Angebot wird.
Kostenlose Live-Demo →

FAQ: Häufige Fragen zum Angebot im Handwerk

Wie schreibe ich als Handwerker ein Angebot?

In wenigen Schritten: Anfrage qualifizieren, Aufmaß nehmen, Positionen aus deinem Artikelstamm zusammenstellen, kalkulieren, Angebotstext formulieren, prüfen, versenden, nachfassen. Der Aufwand entscheidet sich in Schritt drei und vier, wo Positionen und Preis entstehen. Grundlage für beide ist ein Artikelstamm mit hinterlegten Einkaufs- und Verkaufspreisen. Eine spezielle Software für die Angebotserstellung im Handwerk bietet einen Zeitvorteil gegenüber der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen & Co. Vollumfngliche Handwerkersoftwares mit KI-Funktionen machen nicht nur die Angebotserstellung, sondern die komplette Auftragsabwicklung effizienter.


Was muss in einem Handwerker-Angebot stehen?

Anders als für die Rechnung gibt es keinen gesetzlichen Pflichtangaben-Katalog. Kaufmännisch vollständig ist ein Angebot mit beiden Vertragsparteien samt Anschrift, deiner Steuernummer, Angebotsnummer und Datum, den einzeln aufgeschlüsselten Leistungen mit Menge, Einheit und Preis, getrennt ausgewiesenem Netto-, Umsatzsteuer- und Bruttobetrag, Bindefrist, Zahlungsbedingungen und Ausführungszeitraum. Rechtlich zählen zwei Punkte: Nach § 145 BGB bist du gebunden, sobald das Angebot beim Empfänger ist; bei der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus und benennst die Regelung.


Wie lange dauert es, ein Angebot zu erstellen?

Dazu gibt es keinen belastbaren Branchenwert. Verlässlich ist nur dein eigener individueller Wert: Miss den Aufwand an drei echten Angeboten, getrennt nach Aufmaß, Positionen, Kalkulation und Text. Den Großteil tragen in der Regel Aufmaß und Positionen.


Kann ich ein Angebot mit KI schreiben lassen?

Ja. Eine KI, die direkt in deiner Handwerkersoftware arbeitet, baut das Angebot aus deinem eigenen Artikelstamm auf – mit deinen hinterlegten Preisen und den richtigen Einheiten. In HERO übernimmt das HERO Command: Du sagst, welche Leistung und welche Artikel hineingehören, und bekommst einen Entwurf, den du prüfst, anpasst und freigibst.


Wie übernehme ich ein Lieferantenangebot in mein eigenes Angebot?

Ein Leistungsverzeichnis im GAEB-Format importierst du und kalkulierst es mit deinen eigenen Preisen; Artikeldaten deines Lieferanten kommen per Datanorm in den Artikelstamm. Liegt das Angebot nur als PDF vor, überführt HERO Command die Positionen in dein Angebot, mit deiner Struktur und deinen Preisen. Prüfe danach jede Position: Hat sie eine Entsprechung in deinem Artikelstamm, und greift dein Aufschlag?


Quellen

1Handwerkskammer zu Köln (2021): Preiserhöhungen von Materialen unbedingt absichern!, https://www.hwk-koeln.de/artikel/preiserhoehungen-von-materialen-unbedingt-absichern-32,0,2364.html

HERO: Handwerker Software für Profis
Kostenlos testen
Kostenlose Beratung