Wie digital ist das deutsche Handwerk? Einer aktuellen Bitkom-Studie1 zufolge verwendeten im Jahr 2025 bereits 85 Prozent der befragten Betriebe mindestens eine digitale Leistung zur Unterstützung oder Abwicklung von Kundenprozessen. Außerdem geht aus der Studie hervor: Die Mehrheit (56 Prozent) nutzt Cloud-Computing, etwas abgeschlagen folgen Trackingsysteme (20 Prozent), smarte Software (17 Prozent), 3D-Technologien (12 Prozent) und Virtual/Augmented Reality (AR/VR; 5 Prozent). Zwar gibt es keine dedizierten Zahlen nur für den Garten- und Landschaftsbau, es ist aber anzunehmen, dass sich Digitalisierungsgrad und Verteilung auf einem ganz ähnlichen Niveau befinden.
In jedem Fall halten digitale Prozesse inzwischen in vielen Bereichen des GaLaBaus Einzug: Vermessungen werden zunehmend häufiger mit Drohnen oder Laserscannern durchgeführt, Pläne für üppige Hausgärten oder landschaftliche Schutzräume entstehen direkt im CAD‑ oder 3D‑Modell, und Angebote sowie Einsatzplanung laufen immer öfter über professionelle Handwerkersoftwares. Auch die Dokumentation vor Ort wird heute oft direkt per Smartphone oder Tablet erledigt, statt wie früher mit Stift und Papier.
Im Jahr 2026 hat sehr wahrscheinlich jeder Profi im GaLaBau schon einmal mit dem Thema Digitalisierung zu tun gehabt. Der digitale Wandel ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Viele Betriebe arbeiten weiterhin hybrid oder sogar überwiegend analog, und nicht jede Lösung lässt sich ohne Weiteres in bestehende Arbeitsabläufe integrieren. Klar ist aber: Digitalisierung verändert Prozesse, aber sie ersetzt keine Menschen. Das gilt besonders in einer Branche, in der draußen angepackt, gestaltet und gebaut wird.