Klar positiv entwickelt sich dagegen die Ausbildung im Dachdeckerhandwerk. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse erreichte den höchsten Stand seit 2003. Bei den neuen Azubis im 1. Lehrjahr gab es einen Anstieg von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt – also über alle drei Lehrjahre hinweg – stieg die Zahl der Azubis um 4,1 Prozent auf 8.939 absolut. Ein möglicher Grund: Die Anhebung der Azubi-Gehälter und die damit gestiegene Attraktivität des Dachdecker-Berufs. Aktuell bekommen angehende Dachdecker*innen im 3. Lehrjahr 1.400 Euro monatlich, ab Oktober 2026 werden es 1.460 Euro sein.
Als besonderen Erfolg wertet der Verband den weiterhin steigenden Frauenanteil in der Dachdecker-Ausbildung. So gab es ein sattes Plus von 4,4 Prozent bei den weiblichen Auszubildenden auf 407 absolut. „Initiativen wie die ‘DachdeckerMädelz’ und die Teilnahme am Girls’ Day tragen maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei“, heißt es in einer Mitteilung des ZVDH. Außerdem gehöre auch das generelle Umdenken in der Baubranche dazu.