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Digitalisierung im Handwerk stockt – fast jeder zweite Betrieb arbeitet in zentralen Bereichen noch mit Stift & Zettel

Katja Waldor  | 27.01.2026

Hannover, 27.01.2026 – Eine neue, gemeinsam mit Statista durchgeführte Studie von HERO Software, einem Anbieter cloudbasierter Handwerkersoftware, zeigt ein deutliches Bild: Digitalisierung erfolgt im Handwerk oft nicht durchgängig, sondern punktuell – und analoge Prozesse sind weiterhin verbreitet. Größere Handwerksbetriebe investieren deutlich konsequenter in Digitalisierung, automatisieren Prozesse und nutzen KI. Viele kleine Betriebe hingegen verharren im Papiermodus – und lassen dadurch wichtige Effizienz- und Entlastungspotenziale ungenutzt.


Die digitale Kluft wächst – und trifft ausgerechnet die Mehrheit der Betriebe

Die Studie zeigt: Die Digitalisierung verläuft im Handwerk entlang der Betriebsgröße. In den letzten fünf Jahren haben 100 Prozent der großen Betriebe (mehr als 50 Mitarbeitende) in die Digitalisierung investiert – bei Kleinstbetrieben mit zwei bis fünf Mitarbeitenden sind es dagegen nur 16 Prozent, bei Betrieben mit sechs bis weniger als zehn Mitarbeitenden 57 Prozent. Gleichzeitig ist das Handwerk überwiegend kleinbetrieblich geprägt: Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sind 99,6 Prozent der Handwerksunternehmen KMU, darunter 79,7 Prozent Kleinstunternehmen. Zudem sind im Handwerk insgesamt durchschnittlich neun Personen je Handwerksunternehmen tätig. Wenn kleinere Betriebe deutlich seltener investieren, bremst das den digitalen Fortschritt der Branche insgesamt. Das zeigt sich auch in der Praxis: Je nach Aufgabenbereich arbeitet rund ein Drittel bis zur Hälfte der Betriebe weiterhin mit Stift und Zettel (z. B. 30 % Buchhaltung, 42 % Baustellendokumentation, 50 % Lagerverwaltung) – trotz wachsender Anforderungen wie Fachkräftemangel und Bürokratie.

Effizienz, Zeit und Umsatz: Digitale Betriebe ziehen davon

Betriebe, die Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen, profitieren wirtschaftlich: Kein befragter Betrieb berichtet von unverändertem Umsatz – alle verzeichnen Umsatzwachstum. Dank digitaler Komplettlösungen sparen viele Betriebe zudem spürbar Zeit in Verwaltung und Organisation: Je nach Aufgabe liegt die Zeitersparnis häufig bei 10 bis 20 Stunden pro Woche, in einzelnen Bereichen berichten Betriebe sogar von mehr als 20 Stunden Zeitgewinn. Analoge Betriebe dagegen verlieren wertvolle Zeit und Qualität: 41 Prozent berichten von Fehlern durch manuelle Abläufe, ein Viertel kämpft mit besonders zeitaufwendiger Verwaltung und 12 Prozent verlieren regelmäßig den Überblick über laufende Projekte. Damit bleiben nicht nur Effizienz und Transparenz auf der Strecke – auch ein entscheidendes Potenzial zur Entlastung beim Fachkräftemangel wird verschenkt, weil administrative Aufgaben weiterhin erheblich Arbeitszeit binden. Hinzu kommt eine Diskrepanz in der Wahrnehmung: 54 Prozent der Betriebe schätzen sich im Vergleich zur Konkurrenz als digitaler ein. Diese Selbsteinschätzung kann dazu führen, dass Digitalisierungsbedarf unterschätzt und notwendige Veränderungen zu spät angegangen werden.

Automatisierung und KI: große Chancen, kaum genutzt von kleinen Betrieben

Auch bei Automatisierung und KI zeigt sich die gleiche Spaltung. 47 Prozent der Betriebe nutzen bereits automatisierte Abläufe in Verwaltung und Buchhaltung – in der Lagerverwaltung sind es jedoch nur 17 Prozent. Viele kleine Betriebe zeigen zudem kein Interesse an Automatisierung (33–45 % je nach Bereich), obwohl Anwender deutliche Vorteile melden: 70 Prozent arbeiten dadurch schneller, 63 Prozent fehlerärmer.Bei KI zeigt sich ein ähnliches Bild: 96 Prozent kennen KI‑Tools – doch 35 Prozent nutzen sie nie. Gerade kleine Betriebe verzichten darauf, obwohl KI z. B. bei Dokumentation oder Kommunikation spürbar Zeit sparen könnte.

Digitaler Rückstand bremst Fachkräfte und Zukunftsprojekte aus

„Unsere Daten zeigen klar: Viele Handwerksbetriebe arbeiten weiterhin analog – und verlieren dadurch Zeit, Effizienz und wertvolle Fachkräftekapazitäten. Besonders kleine Betriebe stehen vor einer Hürde, die eigentlich gar keine sein dürfte: dem Einstieg in die digitale Arbeitswelt“, sagt Dr. Michael Kessler, Gründer und Geschäftsführer von HERO Software. Im Kern bedeutet das: Digitale Lösungen stärken die Betriebe. Analoge Strukturen hingegen begrenzen das Potenzial, das im Handwerk heute dringend benötigt wird, um zentrale gesellschaftliche Modernisierungsziele voranzubringen. „Digitalisierung ist kein Nice-to-have im Handwerk – sie entscheidet darüber, ob wir die großen Aufgaben der Zukunft schaffen oder nicht. Was wir jetzt brauchen, sind Lösungen, die Digitalisierung wirklich zugänglich machen. Genau hier setzen wir an“, so Kessler.

Über HERO Software GmbH

HERO Software (https://hero-software.de) bietet Handwerksbetrieben aller Branchen eine intuitive und umfassende Betriebssoftware, die den gesamten Betriebsablauf digitalisiert. Vom ersten Kundenkontakt über die Angebotserstellung bis hin zur Umsetzung und Dokumentation der Baustelle sowie der finalen Rechnungsstellung – alle datengetriebenen Prozesse sind digital abgebildet und durch die Cloud-Technologie jederzeit auf verschiedenen Endgeräten verfügbar.

Mit HERO Copilot bietet HERO zudem speziell für das Handwerk entwickelte Automatisierungslösungen, die Betriebe dabei unterstützen, ihre Büroarbeit noch effizienter und zeitsparender zu gestalten.

Mit mehr als 31.000 Handwerkerinnen, die bereits auf HERO setzen, ist HERO in der DACH-Region marktführend im Bereich Cloud-Handwerkersoftware. Gegründet wurde die HERO Software GmbH im Jahr 2020 von Dr. Michael Kessler und Philipp Lyding. Das Unternehmen zählt mehr als 200 Mitarbeiterinnen und hat seinen Hauptsitz in Hannover sowie einen zweiten Standort in Berlin.

Die vollständige Studie und alle dazugehörigen Grafiken stellen wir ihnen auf unserer Presse-Seite zur Studie zum Download zur Verfügung.


 

Ihre Ansprechpartnerin:

Katja Waldor: presse@hero-software.de

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