Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
HERO hat gemeinsam mit Statista eine umfassende Untersuchung im deutschen Bauhandwerk durchgeführt, um den Stand der Digitalisierung sowie den Einsatz von Automatisierung und KI systematisch zu erfassen. Die folgenden Inhalte bieten einen kompakten Überblick über die wichtigsten Ergebnisse – klar strukturiert, faktenbasiert und leicht einzuordnen.
Teil 1 – Digitalisierung im Handwerk
Digitale Technologien verändern das Handwerk – aber längst nicht überall im gleichen Tempo. Dieser Abschnitt zeigt, wo Dynamik entsteht, was bremst und warum die Digitalisierung inzwischen zu einem strategischen Faktor wird.
Status quo
Investitionen hängen stark von der Betriebsgröße ab
61 % der Betriebe haben in den letzten fünf Jahren in Digitalisierung investiert; bei Kleinstbetrieben sind es nur 16 %, bei großen Betrieben 100 %.
Digitalisierung wird klar als Wettbewerbsfaktor gesehen
73 % bewerten sie als wichtig oder sehr wichtig, investieren aber überwiegend geringe Summen – vor allem kleinere Betriebe agieren zurückhaltend.
Digitalisierung in der Praxis
Viele zentrale Aufgaben laufen weiterhin analog ab
30–50 % der Betriebe arbeiten bei Buchhaltung, Dokumentation oder Lagerverwaltung noch mit Stift und Papier.
Insellösungen dominieren, integrierte Systeme sind selten
Viele nutzen Einzeltools, aber durchgängige Softwarelösungen sind in weniger als der Hälfte der Betriebe etabliert.
Mehrwerte der Digitalisierung
Deutliche Effizienz- und Zeitgewinne
Betriebe mit Komplettlösungen sparen wöchentlich 10–20+ Stunden und reduzieren Fehler spürbar.
Nachweisbar höheres Umsatzwachstum
Kein digitalisierter Betrieb meldet stagnierende Umsätze; die meisten verzeichnen 5–15 % Wachstum, 88 % der Komplettlösungsnutzer sogar messbare Umsatzsteigerungen.
Teil 2 – Automatisierung im Handwerk
Automatisierung verändert Arbeitsabläufe im Handwerk Schritt für Schritt. Dieser Abschnitt gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen, zentrale Treiber und das Potenzial, das sich daraus für Betriebe ergibt.
Status quo: Relevanz von Prozessautomatisierung
Software erleichtert den Zugang zu Automatisierung
98 % der Betriebe mit Komplettlösung sehen Automatisierung als wichtig an – gegenüber 65 % ohne Software. Digitale Infrastruktur fördert damit die Akzeptanz.
Relevanz variiert stark je nach Aufgabenbereich
Auch in Kundenkommunikation und Personalverwaltung stufen digital fortgeschrittene Betriebe Automatisierung wesentlich häufiger als relevant ein. Selbst in Lagerverwaltung und Materialbeschaffung bewerten sie den Nutzen deutlich höher als weniger digitalisierte Unternehmen.
Automatisierung in der Praxis
Administrativer Bereich ist am stärksten automatisiert
Der höchste Automatisierungsgrad findet sich in Verwaltung und Buchhaltung, wo bereits 47 % der Betriebe Prozesse automatisiert haben. Auch Projektabläufe und Baustellendokumentation weisen mit 44 % eine vergleichsweise hohe Umsetzung auf.
Operative Bereiche bleiben deutlich zurück
Kundenkommunikation, Mitarbeitendenverwaltung und Lagerprozesse sind mit Automatisierungsquoten zwischen 17 % und 28 % deutlich weniger digitalisiert. In einigen dieser Bereiche zeigt zudem ein hoher Anteil von 33–45 % aktuell kein Interesse an Automatisierung.
Mehrwerte & Hürden
Automatisierung verbessert Effizienz, Qualität & Zusammenarbeit
70 % der Betriebe berichten durch Automatisierung von effizienteren Abläufen, 63 % von geringeren Fehlerquoten und 45 % von einer besseren internen Zusammenarbeit. Die positiven Erfahrungen betreffen damit sowohl Produktivität als auch Teamprozesse.
Technisches Know-how bleibt größte Herausforderung
Mehr als die Hälfte der Betriebe (53 %) sieht fehlende technische Kompetenz als Haupthindernis für weitere Automatisierungsschritte. Entsprechend hoch ist der Bedarf an externer Unterstützung: Beratung, Schulungen und finanzielle Förderung werden am häufigsten genannt.
Teil 3 – KI im Handwerk
KI eröffnet dem Handwerk neue Möglichkeiten – von smarter Unterstützung bis zu ganz neuen Arbeitsweisen. Der Abschnitt zeigt, wie Betriebe sich diesem Thema nähern und welche Rolle KI bereits heute spielt.
Status quo
KI ist bekannt, wird aber selten aktiv genutzt
96 % der Handwerksbetriebe kennen KI‑Tools wie ChatGPT, DALL·E oder Gemini. Trotz dieser hohen Bekanntheit nutzen nur 2 % KI täglich, während 35 % sie bislang gar nicht einsetzen.
Nutzungshäufigkeit bleibt insgesamt moderat
Ein relevanter Teil der Betriebe testet KI gelegentlich – 25 % verwenden sie mehrmals pro Woche, 27 % einmal pro Woche. Die Zahlen zeigen eine breite grundsätzliche Offenheit, aber noch eine geringe Verankerung im Arbeitsalltag.
KI in der Praxis
KI wird vor allem in kundenorientierten Bereichen eingesetzt
Die höchste Nutzung findet sich im Marketing (31 % im Einsatz, 21 % in Planung) und in der Kundenkommunikation, wo 23 % bereits KI‑Tools nutzen und weitere 24 % dies planen. Externe Prozesse profitieren derzeit am stärksten.
Interne Abläufe nutzen KI bisher kaum
Bereiche wie Buchhaltung, Dokumentation, Arbeitsplanung oder Lagerverwaltung weisen sehr geringe Nutzungsraten von 7–10 % auf. Zudem geben über 40 % der Betriebe an, in diesen Feldern keinen KI‑Einsatz zu planen.
Mehrwerte & Hürden
Bessere Entscheidungen & Zeitersparnis
58 % versprechen sich von KI eine höhere Entscheidungsqualität, und 56 % rechnen mit spürbarer Zeitersparnis. Auch Mitarbeitendenunterstützung, Wettbewerbsfähigkeit und Kundenzufriedenheit werden als zentrale Vorteile gesehen.
Hemmnisse: Technische Komplexität & Datenschutz
56 % der Betriebe sehen technische Komplexität als entscheidendes Hindernis, 50 % äußern Datenschutzbedenken und 43 % fühlen sich fachlich nicht ausreichend vorbereitet. Trotz Vorbehalte überwiegt die positive Erwartungshaltung gegenüber KI.
Studienquiz: Wie digital ist das Handwerk aus Ihrer Sicht?
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