Handwerksbetriebe in der Krise: Jeder Vierte denkt ans Aufgeben
Hannover, 21. August 2024 – Handwerksbetriebe stehen aktuell vor einer Vielzahl an Herausforderungen: Personalmangel, steigende Kosten und eine allgemein angespannte Marktlage machen es vielen Betrieben schwer. Die Herausforderungen sind für manche Handwerksunternehmer*innen sogar so belastend, dass rund ein Viertel bereits an die Aufgabe des eigenen Betriebs denkt, wie eine aktuelle Umfrage unter Handwerksbetrieben* von HERO Software (https://hero-software.de), dem führenden Anbieter von cloudbasierter Betriebssoftware für Handwerker*innen im DACH-Raum, zeigt.
Fachkräftemangel und Bürokratie belasten besonders
Besonders der Fachkräftemangel und die zunehmende Bürokratie machen den Betrieben zu schaffen. Rund 60 % der Befragten geben an, dass der Fachkräftemangel ihre größte Herausforderung sei. Hier ist besonders der Nachwuchsmangel ein eklatantes Problem. Die Betriebe finden wegen ausbleibender oder qualitativ minderwertiger Bewerbungen oftmals keine Azubis, wie HERO im April 2024 in einer Umfrage zur Azubisuche feststellte. Neben dem Fachkräftemangel sorgen auch die zunehmende Bürokratie (53 %) und steigende Energie- und Materialkosten (34 %) für erhebliche Belastungen. Steigende Personalkosten bereiten gut 27 % der Befragten Sorgen, während rund ein Fünftel (19 %) die aktuelle negative Auftragslage als herausfordernd empfindet. Nur etwa 11 % der Befragten sehen derzeit keine Probleme für ihren Betrieb.
Aktuelle Auftragslage überwiegend positiv
Trotz der zahlreichen Herausforderungen bleibt die aktuelle Auftragslage für die meisten Betriebe positiv. 75 % der Befragten bewerten die Auftragslage in ihrem Betrieb als „sehr gut” oder „eher gut”. 21 % schätzen sie als neutral ein, während lediglich 5 % eine negative Entwicklung verzeichnen. Die Entwicklung der Auftragslage in den vergangenen sechs Monaten zeigt ebenfalls ein überwiegend positives Bild. In mehr als der Hälfte der Betriebe (54 %) ist die Anzahl der Aufträge gestiegen, bei rund 28 % gleich geblieben und 18 % haben eine Abnahme zu beklagen. Trotz dieser positiven Auftragslage denkt jeder vierte Handwerksbetrieb ans Aufgeben. Diese Diskrepanz zeigt, wie tief das Handwerk wegen des Fachkräftemangels, der zunehmenden Bürokratie und der steigenden Kosten in der Krise steckt.
Mehr Marketing und neue Technologien in herausfordernden Zeiten
Um den wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, setzen Handwerksbetriebe verstärkt auf Marketingmaßnahmen (39 %), den Einsatz neuer Technologien (34 %) und Preisanpassungen (33 %). Weitere Strategien umfassen die Diversifikation der Dienstleistungen (25 %), Kostenreduktion (21 %) und Personalabbau (5 %). Trotz vermehrter Nutzung digitaler Tools wie eigener Webseiten (63 %) und Social Media (48 %) bleibt die Kundenakquise über Empfehlungen und Mundpropaganda (81 %) die bevorzugte Methode.
*Befragung von 155 Handwerksbetrieben im Zeitraum von Juli & August 2024.
Über HERO Software
HERO Software (https://hero-software.de) bietet Handwerksbetrieben aller Branchen eine intuitive und umfassende Betriebssoftware, die den gesamten Betriebsablauf digitalisiert. Vom ersten Kundenkontakt über die Angebotserstellung bis hin zur Umsetzung und Dokumentation der Baustelle sowie der finalen Rechnungsstellung – alle datengetriebenen Prozesse sind digital abgebildet und durch die Cloud-Technologie jederzeit auf verschiedenen Endgeräten verfügbar. Mit mehr als 20.000 Handwerker*innen, die bereits auf HERO setzen und jährlich einen Umsatz von rund 3,1 Milliarden Euro erwirtschaften, ist HERO in der DACH-Region marktführend im Bereich Cloud-Handwerkersoftware. Gegründet wurde die HERO Software GmbH im Jahr 2020 von Dr. Michael Kessler und Philipp Lyding. Das Unternehmen zählt mehr als 130 Mitarbeiter*innen und hat seinen Sitz in Hannover.
Teilen
Neueste Geschichten
-
HERO Command: Neues KI-Feature führt Befehle direkt in Betriebssoftware aus
Hannover, 29. September 2026 – Mit HERO Command erweitert HERO Software seine KI-Produktwelt HERO AI um eine neue KI-Funktion für die administrative Arbeit im Handwerksbetrieb. Per Befehl lassen sich damit Angebotsentwürfe mit passenden Katalogpositionen erstellen sowie Projekte, Kontakte und Dokumente direkt in der Betriebssoftware anlegen. Der Betrieb behält dabei jederzeit die Kontrolle: HERO Command führt aus, die Nutzer prüfen, passen an und entscheiden. Das neue Feature ist ab sofort verfügbar und in den beiden Paketen HERO OS sowie OS Plus enthalten.
-
Automatisierung im Handwerk: Whitepaper zeigt den Weg zum automatisierten Betrieb
Hannover, 25. August 2026 – Automatisierungen bieten Handwerksbetrieben nachweisliche Vorteile: Laut der HERO Insights+ Studie „Handwerk digital - Status quo zu Digitalisierung, Automatisierung & KI“ berichten 70 Prozent der befragten Betriebe von einer höheren Effizienz, 63 Prozent von weniger Fehlern und 45 Prozent von einer besseren Zusammenarbeit im Team. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass technische Komplexität und fehlendes Know-how den Einstieg erschweren: 53 Prozent nennen mangelndes technisches Wissen als größte Herausforderung bei der Umsetzung. Mit dem neuen Whitepaper „Automatisierung im Handwerk: In fünf Schritten zum automatisierten Betrieb“ schafft HERO Abhilfe und zeigt, wie Handwerksunternehmen strukturiert und praxisnah erste Automatisierungen umsetzen können.
-
Bürojobs als KI-Opfer Nummer eins: Trotzdem zieht es nur jeden Zehnten ins Handwerk
Hannover, 3. August 2026 – Der Fachkräftemangel in Handwerksberufen ist groß. Noch im März dieses Jahres schätzte der Zentralverband des Deutsche Handwerks (ZDH), dass rund 200.000 Stellen offen seien. Jedes Jahr im August rückt mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres dann auch der ausbleibende Nachwuchs in den Fokus: tausende Ausbildungsplätze im Handwerk bleiben jährlich unbesetzt – 16.000 waren es laut ZDH in 2025. Vielfach stellt sich die Frage, woran das liegen mag: schlechtes Image, zu wenig Ansehen, falsche Wahrnehmung? HERO Software, Anbieter von cloubasierter Handwerkersoftware, hat 1.000 Deutsche zwischen 16 und 49 Jahren in einer repräsentativen Umfrage zum Image des Bauhandwerks befragt und die Ergebnisse zeigen: Die Wahrnehmung ist erstaunlich positiv. Das Problem liegt woanders.