Azubisuche 2024: Mehrheit der Handwerksunternehmen trotz wenig Bewerbungen zuversichtlich
Hannover, 15. Mai 2024 – Seit Jahren häufen sich im Spätsommer die Meldungen, dass eine Vielzahl an Ausbildungsstellen im Handwerk nicht besetzt wurden. In 2023 blieben laut einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) mehr als 20.000 Stellen im Handwerk unbesetzt. Die offizielle Bewerbungsphase für Ausbildungsstellen mit Start im kommenden August/September ist spätestens seit Ende April abgelaufen. HERO Software (https://hero-software.de), der führende Anbieter von cloudbasierter Betriebssoftware für Handwerker, hat „vorgefühlt” und deutschlandweit mehr als 110 Handwerksbetriebe zum aktuellen Stand der Azubisuche 2024 und damit einhergehenden Herausforderungen befragt.
Mehr als die Hälfte der Betriebe ist zuversichtlich, Stellen noch zu besetzen
Laut den Umfrageergebnissen ist auch dieses Jahr die Suche nach Auszubildenden für Handwerksbetriebe nicht leicht. So empfinden rund die Hälfte der befragten Unternehmen (48 %) die diesjährige Suche nach dem passenden Fachkräftenachwuchs als sehr mühevoll oder mühevoll. Dem stehen rund 33 % gegenüber, welche die Suche als mühelos oder sehr mühelos bezeichnen. 19 % blicken neutral auf die Rekrutierung von Auszubildenden. Insgesamt scheint jedoch die positive Einstellung zu überwiegen: Mehr als die Hälfte der Handwerksbetriebe (53 %) ist nach wie vor zuversichtlich offene Ausbildungsstellen für 2024 noch besetzen zu können, 28 % sind sich unsicher und 19 % gehen davon aus, dass Ausbildungsstellen im Betrieb dieses Jahr unbesetzt bleiben. Dabei hat der Großteil der befragten Handwerksbetriebe (63 %) für 2024 nur eine einzige Ausbildungsstelle ausgeschrieben. 28 % suchen gleich zwei Ausbildende und nur rund 10 % drei oder mehr.¹
Größte Herausforderung für Handwerksbetriebe: fehlende Bewerbungen
Eine der größten Herausforderungen bei der Besetzung von offenen Ausbildungsstellen ist für Handwerksbetriebe der Mangel an Bewerbungen. Mehr als jeder zweite Handwerksbetrieb moniert, dass es keine bis kaum Bewerbungen auf ausgeschriebene Ausbildungsstellen gibt. Neben der Anzahl der Bewerbungen lässt auch noch die Qualität der wenigen, erhaltenen Bewerbungen bei vielen Betrieben zu wünschen übrig: 41 % der Handwerksbetriebe gaben an, dass qualitativ minderwertige Bewerbungen aufgrund von Rechtschreib-, Grammatik- oder Formfehlern eines der größten Hindernisse bei der Besetzung von Ausbildungsstellen sei. Auch unzureichende Qualifikationen von Bewerber*innen wie zu niedrige Abschlüsse oder schlechte Noten stellen für 29 % der Betriebe eine große Herausforderung dar. 28 % der Befragten gaben an, dass unprofessionelles Auftreten im Bewerbungsgespräch hinderlich sei. Aber auch das Ghosting (keine Rückmeldung mehr im Bewerbungsprozess; Stelle trotz unterzeichnetem Vertrag nicht angetreten) von Bewerber*innen (14 %) und die Absage durch den/die Bewerber*in (13 %) werden als problematisch angesehen.
Handwerksbetriebe beklagen unzureichende Arbeitsmoral junger Mitarbeiter*innen
Haben Handwerksbetriebe dann endlich Auszubildende gefunden, geht auch hier meist nicht alles problemlos vonstatten. So gaben 75 % der befragten Betriebe an, dass fehlende Einsatzbereitschaft und Motivation bei der Ausbildung von jungen Mitarbeiter*innen eine der größten Herausforderungen sei, gefolgt von Unpünktlichkeit (38 %) und hohen Fehlzeiten in der Berufsschule (32 %). Als leistungsbezogene Herausforderungen wurden von etwa einem Drittel der befragten Betriebe (30 %) schlechte Leistungen in der Berufsschule genannt. 27 % der befragten Handwerksbetriebe sehen zudem Defizite beim Schreiben, Rechnen und Lesen als herausfordernd im Arbeitsalltag an. Rund ein Viertel (23 %) stößt sich zudem an unangemessenem Verhalten von Auszubildenden gegenüber Kund*innen, Kolleg*innen und Vorgesetzten. Lediglich 12 % der befragten Handwerksbetriebe sehen keinerlei Herausforderungen bei der Ausbildung von jungen Mitarbeiter*innen.
Über HERO Software
HERO Software (https://hero-software.de) bietet Handwerksbetrieben aller Branchen eine intuitive und umfassende Betriebssoftware, die den gesamten Betriebsablauf digitalisiert. Vom ersten Kundenkontakt über die Angebotserstellung bis hin zur Umsetzung und Dokumentation der Baustelle sowie der finalen Rechnungsstellung – alle datengetriebenen Prozesse sind digital abgebildet und durch die Cloud-Technologie jederzeit auf verschiedenen Endgeräten verfügbar. Mit mehr als 18.000 Handwerker*innen, die bereits auf HERO setzen und jährlich einen Umsatz von rund 3,1 Milliarden Euro erwirtschaften, ist HERO in der DACH-Region marktführend im Bereich Cloud-Handwerkersoftware. Gegründet wurde die HERO Software GmbH von Dr. Michael Kessler und Philipp Lyding. Das Unternehmen zählt mehr als 110 Mitarbeiter*innen und hat seinen Sitz in Hannover.
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