Fachkräftemangel im Handwerk: Fast zwei Drittel der Mitarbeitenden denkt über Branchenwechsel nach
Hannover/Berlin, 06. Mai 2025 – Der Fachkräftemangel im Handwerk ist keine neue Herausforderung – aktuelle Zahlen zeigen jedoch, wie ernst die Lage wirklich ist. In einer gemeinsamen Umfrage von HERO Software (https://hero-software.de) und PowerUs (https://powerus.de) gaben rund zwei Drittel der mehr als 600 befragten Mitarbeitenden aus deutschen Handwerksbetrieben an, bereits darüber nachgedacht zu haben, der Handwerksbranche gänzlich den Rücken zu kehren. Die Gründe dafür sind vielfältig – vor allem aber fehlt es laut der Befragten an Wertschätzung und Perspektiven.
Neues Jahr, neuer Job: hohe Wechselbereitschaft unter Mitarbeitenden
Viele Handwerker:innen blicken dem Jahr 2025 mit Wechselbereitschaft entgegen. Rund 70 Prozent der Befragten planen konkret oder möglicherweise einen Jobwechsel: 20 Prozent haben bereits feste Pläne, weitere 50 Prozent würden wechseln, wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt. Nur 31 Prozent wollen definitiv bleiben. Auch der Blick auf die allgemeine Zufriedenheit zeichnet ein durchwachsenes Bild: 30 Prozent der Teilnehmenden gaben an, sehr unzufrieden oder unzufrieden mit ihrer aktuellen Arbeitssituation zu sein. Weitere 30 Prozent sind neutral, während rund 40 Prozent mit ihrem Job zufrieden oder sehr zufrieden sind.
Was im Arbeitsalltag stört und was Mitarbeitende sich wünschen
Gefragt nach den größten Störfaktoren im Joballtag, steht mangelnde Anerkennung und Wertschätzung mit 47 Prozent ganz oben auf der Liste. Dahinter folgen fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten (34,8 %), fehlende Aufstiegschancen (32,1 %) und ein verbesserungswürdiger Umgangston (31,1 %). Nur etwa ein Fünftel (21,6 %) der Befragten fühlt sich rundum wohl und hat aktuell keinen Anlass zur Kritik. Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, was Beschäftigte im Handwerk heute erwarten: An erster Stelle steht mit 62 Prozent der Wunsch nach überdurchschnittlicher Bezahlung. Fast ebenso wichtig ist für 52 Prozent ein gutes Weiterbildungsangebot. Darüber hinaus zählen regelmäßige Feedbackgespräche, vermögenswirksame Leistungen sowie betriebliche Gesundheitsvorsorge für jeweils 47 Prozent der Befragten zu den entscheidenden Benefits.
Was einen guten Arbeitsplatz im Handwerk ausmacht
Neben Gehalt und Zusatzleistungen spielen für Handwerker:innen auch zwischenmenschliche und praktische Faktoren eine große Rolle. 96 Prozent der Befragten nennen eine faire Bezahlung als zentrales Merkmal eines guten Arbeitsplatzes. Dicht dahinter folgen nette Kolleg:innen und ein wertschätzendes Miteinander (89 %) sowie gute und respektvolle Führungskräfte (69,1 %). Auch die Ausstattung am Arbeitsplatz ist den Beschäftigten wichtig: 65 Prozent legen Wert auf moderne und hochwertige Arbeitsmittel – dazu zählen Werkzeuge, Ausrüstung und Software. Weniger relevant für die meisten sind hingegen die Option auf eine Meisterstelle (21,2 %) sowie eine große Zahl an Benefits (21,7 %).
Mehr als nur ein Mangel an Fachkräften
Die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein klares Bild: Das Handwerk steht nicht nur vor einem Fachkräftemangel, sondern auch vor der Aufgabe, moderne Erwartungen an Arbeitskultur und Wertschätzung ernst zu nehmen. Wer Mitarbeitende halten will, muss mehr bieten – nicht nur finanziell, sondern auch menschlich. Neben fairer Bezahlung und Weiterbildungsangeboten zählen vor allem Anerkennung, gutes Führungsverhalten und ein wertschätzendes Miteinander. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig moderne Arbeitsmittel für die tägliche Arbeit sind. Es liegt jetzt an den Betrieben, die richtigen Signale zu setzen – und das Handwerk als attraktiven Arbeitsplatz neu aufzustellen.
Über PowerUs
PowerUs (www.powerus.de) ist die führende Jobplattform für Fachkräfte im Handwerk in Deutschland. Über 150.000 Handwerkerinnen nutzen die Plattform, um neue Jobmöglichkeiten zu entdecken und sich beruflich weiterzuentwickeln. Unternehmen erhalten über den PowerUs-Marktplatz direkten Zugang zu qualifizierten Fachkräften und können offene Stellen gezielt mit passenden Kandidatinnen besetzen. Mit mehr als 4.000 neuen Fachkraft-Registrierungen pro Monat zählt PowerUs zu den am schnellsten wachsenden Jobplattformen im Handwerksbereich – und unterstützt heute bereits tausende von Betrieben, vom Familienunternehmen bis zum Konzern, bei der digitalen und effizienten Personalgewinnung. Das 2019 gegründete Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt über 80 Mitarbeitende und verfolgt die Mission, Fachkräften im Handwerk neue berufliche Perspektiven zu eröffnen und den Zugang zu qualifizierten Talenten für Betriebe nachhaltig zu verbessern.
Über HERO Software
HERO Software (https://hero-software.de) bietet Handwerksbetrieben aller Branchen eine intuitive und umfassende Betriebssoftware, die den gesamten Betriebsablauf digitalisiert. Vom ersten Kundenkontakt über die Angebotserstellung bis hin zur Umsetzung und Dokumentation der Baustelle sowie der finalen Rechnungsstellung – alle datengetriebenen Prozesse sind digital abgebildet und durch die Cloud-Technologie jederzeit auf verschiedenen Endgeräten verfügbar. Mit mehr als 28.000 Handwerker*innen, die bereits auf HERO setzen, ist HERO in der DACH-Region marktführend im Bereich Cloud-Handwerkersoftware. Gestartet wurde die HERO Software GmbH im Jahr 2020 von Dr. Michael Kessler und Philipp Lyding. Das Unternehmen zählt rund 200 Mitarbeiter*innen und hat seinen Hauptsitz in Hannover sowie einen zweiten Standort in Berlin.
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