Häufige Fragen zum Projektmanagement im Handwerk
Projektmanagement im Handwerk umfasst die Planung, Steuerung und den Abschluss von Kundenaufträgen und internen Vorhaben. Dazu gehören Kalkulation und Angebot, Einsatz- und Materialplanung, die Steuerung auf der Baustelle, Dokumentation, Abnahme, Abrechnung und Nachkalkulation.
Für Betriebe mit vielen parallelen Aufträgen ist ein Kanban-Board ein guter Einstieg, weil es ohne Vorkenntnisse funktioniert und sofort zeigt, wo sich Aufträge stauen. Bei Projekten mit mehreren Gewerken kommt ein Balkenplan dazu. Wer sich nach jedem Auftrag kurz Zeit für die Auswertung nimmt, verbessert mit dem PDCA-Zyklus nach und nach seine Abläufe.
Für einen kleinen Betrieb mit wenigen gleichzeitigen Projekten können Excel-Listen und ein Whiteboard ausreichen. Je mehr Mitarbeitende, Baustellen und Gewerke dazukommen, desto aufwendiger wird es, alle Listen aktuell zu halten. Digitale Lösungen wie eine Handwerkersoftware bündeln dann Planung, Dokumentation und Abrechnung an einem Ort und ersparen doppelte Eingaben.
Wichtige Funktionen sind eine zentrale Projektakte, eine Einsatzplanung mit Plantafel, eine mobile App für Zeiterfassung und Fotodokumentation, eine Nachkalkulation sowie Schnittstellen zu Großhandel und Buchhaltung. Außerdem sollte die Software für dein Team im Alltag einfach zu bedienen sein.
Starte mit dem Bereich, in dem du am meisten gewinnen kannst, zum Beispiel der Einsatzplanung oder der Nachkalkulation. Führe dort eine Methode ein, besprich sie mit deinem Team und lege fest, wer welche Aufgabe verantwortet. Nach einigen Wochen prüfst du, was funktioniert, und baust darauf auf.