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KLIMATECHNIK SEISER IM HERO COPILOT INTERVIEW

Digitalisierung im Handwerk: Klimatechnik Seiser über modernes Betriebsmanagement

Klimatechnik Seiser zählt zu den spezialisierten Betrieben in einem der seltensten Gewerke Österreichs und setzt bewusst auf individuelle Kundenlösungen. Prokurist Andreas Hofer spricht im Interview über anspruchsvolle Projekte, die Ausbildung im Nischenberuf Kältetechnik und die Herausforderungen des Fachkräftemangels. Zudem erzählt er, wie der Betrieb durch den Einsatz von Handwerkersoftware und Automationen interne Abläufe optimiert und professionalisiert hat.

Bild: Klimatechnik Seiser Büro
Klimatechnik Seiser ist ein Meisterbetrieb für Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik aus Österreich.

Klimatechnik Seiser: ein Betrieb im Nischenberuf Klimatechnik
 

Lea: Hallo Andreas! Bitte stell deinen Betrieb einmal vor: Wer ist Klimatechnik Seiser und was macht ihr genau?
Andreas: Wir sind ein Kälte- und Klimatechnikbetrieb aus Neunkirchen in Niederösterreich. Uns gibt es schon seit 2004 und wir arbeiten aktuell mit einem Team von 15 Leuten. Mit unserem Gründer und Geschäftsführer, Jürgen Seiser, entwickeln wir verschiedene Lösungen: Von einfachen Wohnraumklimaanlagen bis hin zu großen Hotelanlagen mit über hundert Zimmern. Wir arbeiten bewusst nicht mit Standardlösungen – Klimatechnik Seiser steht für individuelle Konzepte für jede Kundschaft.

Lea: Wie können wir uns eure Projekte vorstellen?
Andreas: In Österreich gibt es im Bereich Klimatechnik viele Baumarkt-Komplettsets, aber das ist nicht unser Stil. Wir planen jede Anlage neu und gehen auf architektonische oder individuelle Wünsche unserer Kunden ein. Besonders im gehobenen Segment können wir Klimageräte zum Beispiel komplett verkleiden, sodass sie ästhetisch ansprechend sind. Diese Lösungen sind aufwendiger, aber sie machen das Ergebnis besonders.

Lea: Wie gestaltet ihr eure Kunden- und Auftragsbetreuung?
Andreas: Die ist sehr individuell – unser Geschäftsführer schaut sich jedes Projekt persönlich an. Es gibt bei uns kein fertiges Paket von der Stange und wir legen Wert darauf, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Das gilt vor allem bei Kundinnen und Kunden mit besonderen optischen Anforderungen.

Bild: Andreas Hofer, Prokurist bei Klimatechnik Seiser

Unsere Zusammenarbeit im Team hat sich durch digitales Betriebsmanagement und automatisierte Prozesse deutlich verbessert.

Andreas Hofer

Prokurist bei Klimatechnik Seiser

Lea: Welche Kundenanfragen setzt ihr am liebsten um?
Andreas: Großprojekte wie Hotels sind definitiv spannender, weil der interne Aufwand im Verhältnis zur Projektgröße einfach anders ist, als bei kleinen Projekten. Aber grundsätzlich betreuen wir jeden Kunden sehr gerne – vom individuellen Schlafzimmer bis zum leistungsfähigen Industriebetrieb. Manchmal ist gerade die Abwechslung das Schöne!

Lea: Ihr bildet auch aus – wie ist die Nachfrage in eurem Gewerk?
Andreas: Wir haben aktuell einen Lehrling und bilden mit viel Engagement aus, weil der Beruf mittlerweile sehr selten geworden ist. In ganz Österreich gibt es derzeitig im zweiten Lehrjahr nur rund 15 Auszubildende – eine einzige Berufsschule bildet überhaupt aus. Der Fachkräftemangel ist bei uns dadurch besonders groß. Umso wichtiger ist es, junge Menschen für die Klimatechnik zu begeistern und einen Beitrag zum Erhalt des Berufsfeldes zu leisten.

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Umstieg auf HERO Software: alles digital gelöst
 

Lea: Wie seid ihr damals auf HERO Software gestoßen? Was war der Auslöser, eine neue Handwerkersoftware auszuprobieren?
Andreas: Wir haben Ende 2024 eine neue Lösung gesucht, weil unser altes System einfach nicht zeitgemäß war und nicht richtig funktionierte. Die vorige Software war serverbasiert und auch nicht kompatibel mit unseren Apple-Geräten. HERO Software hat uns überzeugt, weil das Programm modern aufgebaut ist und auch geräteunabhängig funktioniert. Die App für Handys und Tablets war ein großer Pluspunkt.

Lea: Welche Funktionen nutzt ihr am meisten?
Andreas: Wir nutzen fast alle Funktionen der Software: Projektorganisation, Dokumentenmanagement, vorbereitende Buchhaltung, Urlaubsverwaltung und vieles mehr. Wir sind super in die Nutzung gekommen, weil die Software wirklich intuitiv und userfreundlich ist.

Lea: Wie hat euer Team den Wechsel angenommen? Arbeiten alle mit der Software?
Andreas: Der Übergang zu HERO hat wirklich gut geklappt. Wir hatten einen strukturierten Onboarding-Prozess mit mehreren Online-Terminen. Im Büro haben alle an den Terminen teilgenommen und die Monteure haben wir selbst intern geschult. Natürlich kommen ab und zu Fragen auf, aber insgesamt waren alle schnell drin.

Lea: Wo sind die Vorteile nach der Digitalisierung eures Betriebs am größten?
Andreas: Ganz klar im Informationsfluss, Teamzusammenarbeit und Datensicherheit. Durch Projektnummern, Dokumente und Logbucheinträge bleiben Projekte nachvollziehbar. Früher sind Infos leichter verloren gegangen und man hat den Überblick über aktuelle Status verloren – das passiert heute kaum mehr.

Lea: Wenn wir uns das österreichische Handwerk generell anschauen: Was würdest du sagen, wie digital sind Betriebe im Vergleich zu euch aufgestellt?
Andreas: Große Betriebe sind meist gut digitalisiert, aber viele kleine und mittlere arbeiten noch sehr traditionell. Oft fehlt das Vorausdenken und die Frage: Was bringt mir Digitalisierung? Gerade KI ist für viele noch sehr fremd – da ist Aufklärungsarbeit wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele andere Betriebe unserer Größe gibt, die schon genau so digitalisiert und automatisiert arbeiten.

Bild: Klimatechnik Seiser Handwerkerteam
Gründer und Geschäftsführer Jürgen Seiser (Mitte) mit einem Teil seines Handwerkerteams.

Automationen im Handwerksbetrieb: Entlastung im Alltag
 

Lea: Ihr habt mit HERO Copilot auch Automationen in eure Software integrieren lassen. Wie helfen euch diese bei der administrativen Arbeit?
Andreas: Der größte Nutzen der Automationen liegt im Büro: Automationen nehmen uns viel repetitive Büroarbeit ab, insbesondere wenn um das Schreiben von Kundenmails geht. Unsere Monteure profitieren eher indirekt, zum Beispiel durch bessere digitale Vorbereitung der Projekte und mehr Struktur in der Software. Unsere Automationen unterstützen uns merklich im Alltag – aber sie ersetzen keine Monteure, das richtige Handwerk erledigen wir selbst!

Lea: Was spricht für die Nutzung der Automationen?
Andreas: Die Automationen sparen Zeit, schaffen Transparenz und helfen, Fehler zu vermeiden. Prozesse wie Angebotsnachverfolgung, Dokumentenverwaltung oder Terminerstellungen laufen nun viel leichter. Je mehr standardisierte Abläufe der HERO Copilot übernimmt, desto mehr Zeit bleibt für die individuelle Kundenbetreuung und komplexe Projekte.

Lea: Gab es Herausforderungen bei der Implementierung der Automationen?
Andreas: Man muss sich ein wenig Zeit nehmen, um Trigger und Abläufe klar zu definieren, denn ohne eine saubere Datenbasis funktionieren die Automatisierungen nicht zuverlässig. Möchte man beispielsweise eine E-Mail-Automation einrichten, muss man vorher definieren, wann bestimmte E-Mails verschickt werden sollen, welchen Inhalt sie enthalten und wer die Zielgruppe sein soll. Für uns ist es beispielsweise sinnvoller, Privat- und Firmenkunden in den Automationen zu trennen, um zielgruppengerechte E-Mail-Automationen nutzen zu können. Der größte Aufwand liegt also in der Vorarbeit.

Lea: Für wen eignet sich der Copilot besonders und was ist dein Fazit zur Handwerkersoftware?
Andreas: Für Betriebe ab etwa zehn Mitarbeitenden ist er ein echter Gewinn, weil er viele Aufgaben im Hintergrund erledigen kann. Man muss sich intensiv damit beschäftigen und seine Arbeitsprozesse teilweise neu strukturieren, aber die Mühe lohnt sich. Uns hilft die Software inklusive Automationen deutlich im Arbeitsalltag und besonders im Büro merkt man den Unterschied zur vorigen Lösung.

Lea: Vielen Dank für das Interview!

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